​​Dynamo Dresden sucht nach einem neuen Trainer. Nach der ​Entlassung von Cristian Fiel braucht der abstiegsbedrohte Klub dringend einen Nachfolger für den Trainerposten. Aktuell sind zwei Kandidaten im Gespräch, an Erfahrung im deutschen Profifußball mangelt es beiden nicht.


Überraschend kam das Aus letztendlich nicht. Nach der nächsten Niederlage und dem Abrutschen auf den letzten Tabellenrang in ​Liga Zwei, blieb den Verantwortlichen der Sachsen keine andere Wahl. Ex-Profi Cristian Fiel musste seinen Stuhl räumen, Heiko Scholz übernahm übergangsweise als Interimstrainer. 


Eine Dauerlösung soll der 53-Jährige aber nicht werden, ein neuer Cheftrainer muss demnach so schnell wie möglich gefunden werden. Ganz wichtig sind Dynamo besondere Eigenschaften, die der neue Übungsleiter mitbringen muss. "Mit Cristian Fiel hatten wir ein strategisches Projekt. Jetzt geht es um Krisenmanagement. Dieses Profil muss man auch bedienen", so Dynamos Sportdirektor Ralf Minge in der Bild.


Nimmt eine Wunschlösung die Herausforderung an?


Konkret denkt Dynamo laut ​der Bild an Heiko Herrlich und Markus Kauczinski. Beide Coaches sind aktuell ohne Verein und könnten Dresden sofort weiterhelfen. Kauczinski könnte mit seiner gesammelten Erfahrung im deutschen Unterhaus herausstechen, mit ​Karlsruhe, Ingolstadt und dem ​1. FC St. Pauli trainierte er gleich drei verschiedene Zweitligisten. Dabei wurde der 49-Jährige oft mit dem Abstiegskampf konfrontiert. Diese Eigenschaften könnten Kauczinski dementsprechend wertvoll machen. 


Doch auch Herrlich hat ein interessantes Profil zu bieten. Sowohl bei ​Jahn Regensburg als auch mit ​Bayer Leverkusen erlebte er mehr oder weniger erfolgreiche Zeiten, kann aber immerhin 73 Duelle in ​Liga Eins aufweisen.

Markus Kauczinski

Könnte Kauczinski den Verein zum Klassenerhalt führen?



Bei den Dresdner Verantwortlichen müssten keine neuen Kontakte nach Leverkusen geknüpft werden. Zum einen assistierte Minge bei der Werkself bereits als Nachwuchstrainer, zum anderen spielte Interimstrainer Scholz in der Saison 1992/93 selbst mit Herrlich bei Bayer. Somit würde der 48-Jährige optimal passen, unter ihm könnte Scholz als neuer Co-Trainer fungieren.


Wer den Posten bei Dynamo letztendlich bekommt, ist noch unklar. In jedem Fall bieten beide Kandidaten ein passendes Profil und bringen eine gewisse Perspektive mit sich. Eine Einigung wird im Verlauf der nächsten Wochen erwartet, bei einem Angebot würde eine der beiden Optionen vermutlich einwilligen. Im Kampf um den Klassenerhalt kann eine Entscheidung nicht schnell genug verkündet werden.