Dass man sich nach dem Abstieg in die zweite Liga zum Ende der Hinrunde erneut ​Sorgen um den Abstiegskampf machen muss, war beim ​1. FC Nürnberg überhaupt nicht eingeplant. Im Winter darf Robert Palikuca, Sportvorstand der Clubberer, neue Verstärkung holen - ein Kaderumbruch steht ins Haus.


Zusammen gegen den Abstiegskampf, lautet derzeit das Motto in Nürnberg. Nach 15 Spieltagen befindet man sich auf dem Relegationsplatz zur dritten Liga, nur drei Punkte vom letzten Tabellenplatz entfernt. Mit Jens Keller als Trainer möchte man die Wende schaffen. Um ihm unter die Arme zu greifen, wird Sportvorstand Robert Palikuca im Winter (den Rahmen entsprechend) auf Shopping-Tour gehen können und müssen. 


Erfahrene Führungsspieler sollen helfen - Lieber schlechte Zahlen als weiteren Abstieg


"Sollte Robert Palikuca nach den nächsten drei Spielen auf mich zukommen und Verstärkung brauchen, dann werden wir sicher eine unseren Rahmenbedingungen entsprechende Lösung finden", so Finanz-Chef Niels Rossow gegenüber der Bild. Zuletzt hatte Rossow bereits bestätigt und erklärt, dass man sich vorsichtshalber ​mit dem Szenario des erneuten Abstiegs auseinandersetzen müsse. Mit neuen Spielern im Winter soll der Spieß aber noch umgedreht werden.

Jens Keller

Jens Keller soll beim 1. FC Nürnberg die Wende einläuten



Nach Bild-Informationen plane man mindestens drei "neue, erfahrene Führungsspieler" ein. So sollen primär ein neuer Innenverteidiger, ein defensiver Mittelfeldspieler, ein Linksverteidiger sowie ein zentraler Mittelfeldakteur gesucht werden. Die letzten beiden seien vor allem Ziele der Scouting-Abteilung der Nürnberger. 


Notfalls verschlechtere man auch die angepeilten Geschäftszahlen. "Ich verkünde lieber im nächsten Jahr ein schlechteres Ergebnis bei der Jahreshauptversammlung, als den Abstieg in die dritte Liga", erklärte Rossow weiter. Der aktuell große Kader, der 32 Spieler beinhaltet, soll jedoch nicht noch größer werden. Mit Mikael Ishak, Alexander Fuchs, Ondrej Petrak und anderen Akteuren könnten Verkäufe eingeplant werden.