Dass ​Schalke 04 nach 13 Spieltagen auf einem erfreulichen dritten Tabellenplatz rangiert, ist ein Verdienst von Trainer David Wagner - nicht aber vom vorhandenen Personal im Sturm. Eigengewächs Ahmed Kutucu ist mit einem Bundesligator der einzige nominelle Mittelstürmer, der den gegnerischen Torwart in dieser Saison überwinden konnte. Es ist kaum vorstellbar, dass Schalke im Winter nicht nachrüsten wird - doch welche Spieler wären zu haben?


Mariano Diaz

Mariano Diaz

​Schon im Sommer soll S04 bei ​Real Madrid wegen Mariano Diaz vorgefühlt haben, der kicker berichtete jedoch unter Berufung auf einer Meldung von Don Balon, dass sich der 26-Jährige gegen einen Abschied aus Madrid entschieden habe.


Sollte diese Behauptung stimmen, dürfte sich Diaz damit keinen Gefallen getan haben. Erst einmal wurde er von Zinedine Zidane für den Kader nominiert, bei der überraschenden 0:1-Niederlage gegen RCD Mallorca schmorte Diaz über 90 Minuten auf der Bank. Hinter Karim Benzema und Luka Jovic ist er nur noch die Nummer drei; und da Real in einem 4-3-3 aufläuft, kommt Diaz nur in Frage, wenn Not am Mann herrscht. 


Dabei stellte er sein Können bei Olympique Lyon unter Beweis. In der Saison 2017/18 gelangen dem 1,80 Meter großen Stürmer 18 Tore in 34 Ligaspielen, für die Rückkehr nach Madrid überwies Real immerhin 21,5 Millionen Euro. Solch eine große Summe wäre im Winter voraussichtlich nicht fällig. Auf Schalke besäße Diaz deutlich bessere Aussichten auf regelmäßige Spielpraxis. 


Michael Gregoritsch

Michael Gregoritsch

Im Sommer stand Michael Gregoritsch bei Werder Bremen hoch im Kurs, die Verantwortlichen nahmen aufgrund der horrenden Ablöseforderungen von ​FCA-Manager Stefan Reuter jedoch schnell Abstand von einem Transfer. Gregoritsch verkündete unlängst seinen Wechselwunsch, seit Saisonbeginn kommt er nicht über die Rolle des Ersatzspielers hinaus.


Für Augsburg erzielte der Österreicher 21 Tore in 76 Spielen, gemeinsam mit Caiuby und Alfred Finnbogason bildete er in der Saison 2017/18 ein brandgefährliches Angriffs-Trio. Ob als Mittelstürmer, hängende Spitze oder Zehner - Gregoritsch ist im Zentrum variabel einsetzbar, kann auch auf den Außen agieren und wäre deshalb ein großer Gewinn für den FC Schalke. Wagner testete bereits fünf unterschiedliche Systeme - je flexibler das Spielermaterial, desto besser.


Jean-Philippe Mateta

Pre-Season Friendly"1.FSV Mainz 05 v Rayo Vallecano"

Jean-Philippe Mateta entpuppte sich als echter Glücksgriff für den ​FSV Mainz 05. Der Mittelstürmer kam im Sommer 2018 für acht Millionen Euro von Olympique Lyon und avancierte mit 14 Saisontoren zum Top-Torjäger der Rheinhessen. Erst im Juni verlängerte Mateta bis 2023, entsprechend müssten hochpreisige Angebote auf den Tisch von Sportchef Rouven Schröder gelegt werden. Ein Transfer für Schalke ist daher so gut wie ausgeschlossen. Nach den schwachen Resultaten unter Sandro Schwarz steckt Mainz erneut im Abstiegskampf, für die Rückrunde wäre Mateta unersetzlich.


Davie Selke

Davie Selke

Schnell, wuchtig und mit dem nötigen Torriecher ausgestattet - eine mögliche Antwort auf die Tor-Flaute des FC Schalke könnte Davie Selke heißen. Bei ​Hertha BSC durfte der 1,94 Meter große Angreifer erst fünfmal von Beginn an ran, in 542 Einsatzminuten gelang ihm entsprechend nur ein Tor. 


Sein Können hat Selke vor allem unter Pal Dardai unter Beweis gestellt. In den vergangenen beiden Spielzeiten erzielte der frühere deutsche U21-Nationalspieler 13 Tore und bereitete ebenso viele Treffer seiner Mannschaftskollegen vor. Aufgrund seiner Physis und Laufstärke würde er sich zudem gut in das von Wagner etablierte Pressing einfügen können. Fraglich nur, ob die Hertha ihn ziehen lassen würde.