​Als die Verträge im vergangenen Transfersommer endlich unterzeichnet waren, hatte der ​HSV einen seiner wichtigsten Spieler verloren. Der brasilianische Linksverteidiger ​Douglas Santos war nach dem nicht geglückten Wiederaufstieg nicht mehr zu halten und schloss sich am Ende dem russischen Erstligisten Zenit St. Petersburg an. 


Alle waren zufrieden. Der 25-jährige Brasilianer hatte endlich einen Klub gefunden, der in der ​Champions League mitmischt, die Russen bekamen einen exzellenten linken Außenverteidiger und der Hamburger SV kassierte für ihn soviel Geld (12 Millionen Euro) wie noch kein Zweitligist vor ihm. Und das Beste: Zu diesem Sockelbetrag könnten demnächst noch weitere Sonderzahlungen hinzukommen. 


Prämien für Meisterschaft und Champions League


Wie die Morgenpost berichtet, hat sich der HSV bei den Verhandlungen mit den Russen nämlich sowohl eine Meisterschafts- als auch eine Champions-League-Klausel zusichern lassen. 


Heißt konkret: Sollten die Petersburger russischer Meister werden, was zum jetzigen Zeitpunkt und angesichts acht Punkten Vorsprung auf den Zweiten (Lokomotive Moskau) durchaus nicht unrealistisch anmutet, wäre ein weiterer Betrag von 500.000 Euro fällig. 

Douglas Santos,Johannes Geis

So haben die HSV-Fans ihn gerne in Erinnerung: Douglas Santos im Trikot mit der Raute



Und sollte Zenit in der kommenden Woche den Einzug in das Champions-League-Achtelfinale perfekt machen, kämen nochmals 500.000 Euro drauf. Auch hierfür ist die Ausgangslage zumindest nicht ungünstig. Am sechsten und letzten Spieltag der Gruppe G (mit RB Leipzig) reisen die St. Petersburger zu den abgeschlagenen Portugiesen von Benfica, während Lyon (zur Zeit punktgleich mit Zenit) RB Leipzig empfängt. Ein Sieg der Russen in Portugal - und sie stünden im Achtelfinale der Königsklasse. Und beim HSV würden die Kassen klingeln.