​Für den ​FC Bayern München gab es am Samstagabend den ersten großen Dämpfer in den ansonsten vielversprechenden Wochen unter Hansi Flick. Die Niederlage bei ​Bayer Leverkusen soll den Rekordmeister nun aber nicht aus der Bahn werfen, eher wollen die Bayern nun die richtigen Schlüsse ziehen.


Die Chance auf die zwischenzeitliche Tabellenführung hat der FC Bayern München nicht nutzen können. Das 1:2 gegen die Werkself aus Leverkusen ist die erste Pleite seit vier Pflichtspielen und zeichnete sich vor dem Wochenende kaum ab. Unter Hansi Flick ist es die erste Niederlage.


Trotzdem soll die Pleite vorerst nicht mehr als nur ein Warnschuss gewesen sein. Zwar ließen die Bayern erneut wichtige Punkte liegen, doch das Ergebnis spiegelte nicht unbedingt den Spielverlauf ab. In Sachen Klarheit und Offensivgeist war der Rekordmeister zielstrebig genug, nur das Glück fehlte in vielen Aktionen. So trafen die Münchner gleich drei Mal das Aluminium und agierten in der Schlussphase in Überzahl ohne Erfolg.


Spielqualität sei ausschlaggebend


An die bisherigen Saisonniederlagen erinnerte das Spiel der Bayern nicht unbedingt. Es war nicht der fehlende Wille, der dem Rekordmeister beim Top-Spiel die Punkte kostete. Die Profis und Verantwortlichen wollen nun die richtigen Schlüsse ziehen, die Spielqualität​ dabei aber nicht außer Acht lassen. Dass die Leistung an anderen Tagen zu einem Sieg gereicht hätte, wurde vor allem durch das große Chancenplus deutlich. 


Karl-Heinz Rummenigge sah die Leistung am Ende des Abends keineswegs negativ: "Es war das beste Bundesliga-Spiel der Saison. Für uns leider mit dem falschen Ergebnis. Den Vorwurf müssen wir uns machen: Wir haben zu viel liegen lassen. Am Ende des Tages ist die Spielqualität wichtiger als das Ergebnis", so der Vorstandsvorsitzende bei Sport1.


Flick schlägt in dieselbe Kerbe, nach dem Spiel trauerte er vor allem den vergebenen Chancen nach: "Ich kann meiner Mannschaft aber keinen Vorwurf machen. Es war ein abwechslungsreiches Spiel, auch für die Zuschauer, leider mit dem schlechteren Ende für uns. Wir sind einfach zu fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen. Aber das gehört zum Fußball dazu. Leverkusen hat eine gute Mannschaft mit viel Speed nach vorne, sie haben es gut gemacht. Wir werden das Spiel genau analysieren.“


Eine erneute Unruhe soll es im Verein nach dem ernüchternden Ergebnis also nicht geben. Dadurch könnte die Arbeit der vergangenen Wochen um einiges zurückgeworfen werden. Dass Niederlagen auch zu einem gewissen Prozess dazugehören, ist klar, nun muss sich der Rekordmeister dementsprechend in Geduld üben. Trainer Hansi Flick erhält weiterhin vollste Rückendeckung und kann nun zeigen, dass er ebenso nach Misserfolgen eine richtige Antwort liefern kann.