Vor dem Bundesligaspiel gegen ​Hertha BSC wackelt der Stuhl von Lucien Favre weiterhin bedenklich. Wer den Schweizer als Trainer von ​Borussia Dortmund beerben könnte, steht einem Bericht der ​Süddeutschen Zeitung zufolge aber in den Sternen. Intern sei der Name Daniel Farke gefallen, seinen Platz bei Norwich City dürfte er vorerst aber nicht räumen.


Namhafte Optionen, die auch zum BVB passen, ​gibt der Markt derzeit nicht wirklich her. Umso größer ist das Dilemma, in dem die Verantwortlichen gemeinsam mit Lucien Favre stecken. Am vergangenen Sonntag erhöhte Hans-Joachim Watzke auf der Jahreshauptversammlung den Druck auf den Übungsleiter, der die vergangenen drei Pflichtspiele nicht gewinnen konnte.


Mutlose und pomadige Auftritte sind ungenügend für die hohen Ziele. Seit vielen Wochen fordern Fans in den sozialen Medien eine Ablösung auf dem Trainerposten, doch genau wie beim FC Bayern München, der auf eine langfristige Lösung ab der Rückrunde, womöglich sogar erst ab der neuen Saison setzt, stockt offenbar auch in Dortmund die Suche nach einem neuen starken Mann.


Kehrt Daniel Farke zum BVB zurück?

Laut der SZ sei "kein echter Nachfolge-Kandidat" für Favre "in Sicht". Intern sei der Name Daniel Farke gefallen, die Erfolgschancen auf eine Verpflichtung des 43-Jährigen dürften aber gering sein. Von November 2015 bis Juli 2017 trainierte Farke die Dortmunder U23, seit über zwei Jahren ist er bei Norwich City im Amt. Mit den Canaries feierte er im Frühjahr die Rückkehr in die ​Premier League, in der Norwich aktuell den 18. Tabellenplatz belegt. Nach sieben Spielen ohne Sieg wurde der FC Everton am vergangenen Wochenende mit 2:0 bezwungen.

Daniel Farke,Pep Guardiola

In Norwich steht Farke noch bis 2022 unter Vertrag und sitzt offenbar fest im Sattel. Aufgrund der geringen finanziellen Möglichkeiten des Klubs ahnte er bereits von Anfang an, wie schwer die laufende Saison für seine Mannschaft sein wird. ​"Die Möglichkeiten sind nach dem Aufstieg zwar besser, aber in der Premier League gibt es andere Hausnummern. Im Budget werden wir von 20 Klubs auf Platz 20 stehen", erklärte er vor einem halben Jahr im Interview mit Sportbuzzer. Wohl auch deshalb sprach sich Michael Zorc am Freitag ​noch einmal für Favre aus.