​Verwirrung um die Anzahl der Torvorlagen von Tim Leibold. Wie die Mopo entrüstet berichtet, seien dem ​HSV-Linksverteidiger insgesamt sieben Torvorlagen durch die DFL "aberkannt" worden. Dem Blatt zufolge müsste Leibold auf elf Torvorlagen kommen, die DFL akzeptiert nur deren vier. Richtig unübersichtlich wird es, wenn man noch die Daten des spezialisierten Internet-Portals transfermarkt.de und des Fachblattes kicker zu Rate zieht.


Doch zumindest sind sich diese beiden Publikationen in ihrer Zählweise einig. Denn sowohl bei transfermarkt.de als auch beim kicker kommt Leibold auf acht Assists, und das ist auch unser Referenzwert. 


Unterschiedliche Bewertungskriterien


Wie kann es zu solch unterschiedlichen Bewertungen kommen? 

Die Erklärung ist einfach, wird dadurch aber nicht logischer: Die DFL lässt nur "reine" Vorlagen als Torvorlagen gelten. Heißt: Pässe oder Flanken, die direkt vom Abnehmer zum Tor genutzt werden. Nicht gewertet werden abgewehrte Schüsse oder herausgeholte Standards (Foulspiele, die zum Elfmeter-Pfiff führen, z.B.). 


Sowohl transfermarkt.de als auch der kicker lassen in die Wertung aber genau diese Vorarbeiten mit in die Assist-Bilanz einfließen. Somit setzt sich Leibolds Bilanz (8 Assists) folgendermaßen zusammen: 5 waren direkte Vorlagen, 2 waren abgewehrte Torschüsse (in Wehen und jetzt gegen Dynamo Dresden) und einmal wurde er elfmeterreif gefoult (beim KSC).

Wie die Mopo auf insgesamt elf Vorlagen kommt, wird aber auch nach der Revision der bislang gespielten 14 Spieltage nicht ganz klar.