​Beim ​1. FC Köln läuft es momentan nicht rund. Nachdem Achim Beierlorzer sein Amt in der Domstadt niederlegen musste und Markus Gisdol übernommen hatte, setzte es auch bei ​RB Leipzig eine deutliche 4:1-Niederlage. Zuletzt konnte der Effzeh gegen den Mitaufsteiger ​SC Paderborn gewinnen. Nach den letzten Leistungen muss man feststellen, dass momentan nur wenig Hoffnung im Abstiegskampf zu erkennen ist. Die Leistung gegen die formstarken Leipziger ist eher als Rückschritt zu verzeichnen. Mit Anthony Modeste bekommt auch ein Stürmer aus den eigenen Reihen sein Fett weg. Der Franzose wusste in dieser Saison bisher nicht zu überzeugen und soll auch in der Mannschaft umstritten sein. Auf den neuen Manager Horst Heldt und seinen Trainer warten viel Arbeit. 


Den Domstädtern ist die derzeitige Verunsicherung anzumerken. Der Auftritt der Kölner war von individuellen Fehlern geprägt und ebnete der Truppe von Julian Nagelsmann schließlich den Weg zum Sieg. Am Ende steht der Effzeh erneut mit leeren Händen da und befindet sich mit nur sieben Punkten aus zwölf Spieltagen in der Bundesliga in ungemütlichen Fahrwassern. Gegen den ​FC Augsburg und ​Union Berlin stehen an den nächsten beiden Spieltagen der Bundesliga richtungsweisende Spiele im Abstiegskampf auf dem Programm. Beide Mannschaften konnten am zwölften Spieltag einen Sieg einfahren, Selbstvertrauen tanken und sich etwas Luft auf die direkten Abstiegsplätze verschaffen. 


Unter dieser Woche steht für den Staff der Kölner viel Arbeit an. Es gilt die Defensive wieder zu festigen, ohne dabei das Angriffsspiel zu vernachlässigen. Zudem müssen die Spieler wieder den Glauben an die eigene Stärke zurückfinden, um zukünftig bestehen zu können. Mit viel Einsatz und Leidenschaft soll die Wende eingeleitet werden. Vor allem Jonas Hector zeigte nach seinem starken Auftritt im DFB-Trikot während der Länderspielpause eine äußerst überschaubare Leistung gegen die Leipziger. Die Köpfe weiter hängen zu lassen, wäre allerdings dennoch fatal.


Modeste auf der Suche nach der alten Stärke


Eine der tragischen Figuren ist momentan Anthony Modeste. Der 31-jährige Stürmer läuft seiner Form hinterher und konnte in dieser Saison in neun Spielen für den Effzeh erst einen Treffer erzielen. ​Seit fast zwei Monaten ist Modeste ohne Torerfolg. Vor allem der Franzose zeigt nicht die richtige Bereitschaft und Überzeugung und zieht damit den Ärger seiner Kollegen auf sich.


​In der Mannschaft soll er sich damit laut Sport Bild immer weiter ins Aus katapultieren. Sein Startelf-Einsatz in Leipzig wird auch deshalb viel diskutiert. Der Effzeh stellt mit elf erzielten Toren ohnehin die schlechteste Offensive der Bundesliga. Im Gegensatz zu Modeste hatte Simon Terodde in den letzten Wochen aber zumindest Gefahr vor dem gegnerischen Gehäuse ausgestrahlt. Mit Jhon Cordoba hat Gisdol einen weiteren Mittelstürmer im Kader, der vor allem auch bekannt dafür ist, seinen robusten Körper in der Arbeit gegen den Ball einzusetzen.


Warum Gisdol aber auf Modeste vertraute - der derzeit weder torgefährlich ist, noch in Verruf steht, mit erhöhtem Eifer in der Defensive zu arbeiten - bleibt fraglich. Innerhalb der Mannschaft dürfte der neue Coach seine Position damit mit Sicherheit nicht gestärkt haben. Was bleibt, ist ein weiterer schwelender Unruheherd am Geißbockheim vor den richtungsweisenden Wochen.