​Zum Abschluss des 12. Spieltags hat der ​1. FSV Mainz 05 ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Beim Debüt von Cheftrainer Achim Beierlorzer setzten sich die 05er bei der ​TSG 1899 Hoffenheim mit 5:1 durch und verließen damit den Relegationsplatz. Mainz musste zwar kurz vor der Pause einen Platzverweis verkraften, zeigte sich davon allerdings unbeeindruckt und ließ in der zweiten Halbzeit vier weitere Treffer folgen. 


Hoffenheims Cheftrainer Alfred Schreuder beließ es im Vergleich zum 2:1-Auswärtserfolg in Köln bei einer Veränderung. Lukas Rupp musste für Kevin Akpoguma auf die Bank weichen.  


Beierlorzer setzte bei seinem Debüt auf eine 3-4-1-2-Formation und vertraute im Angriff Robin Quaison und Karim Onisiwo.


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Die TSG hatte in der Anfangsphase mehr von der Partie und spielte vom Anpfiff weg druckvoll nach vorne, zwingende Torchancen sprangen allerdings zunächst nicht heraus. Die erste Torchance für die Gäste verzeichnete Karim Onisiwo, dessen Abschluss knapp am langen Pfosten vorbeiging (13.). Auf der Gegenseite hatte Sebastian Rudy das 1:0 auf dem Fuß, Pierre Kunde Malong klärte allerdings auf der Linie (15.). 

In der Folgezeit plätscherte die Partie ein wenig vor sich hin, da sich beide Mannschaften im letzten Drittel immer wieder Abspielfehler und Unkonzentriertheiten leisteten. Nach gut einer halben Stunde brachte Levin Öztunali die Mainzer mit einem platzierten Abschluss ins lange Eck in Führung (33.). Die TSG war nach dem Gegentreffer um eine schnelle Antwort bemüht. Mehr als ein Kopfball von Jürgen Locadia, der knapp am linken Pfosten vorbeiging, sprang vor der Pause allerdings nicht heraus (45.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte flog Ridle Baku nach einem rüden Foul an Rudy mit glatt Rot (nach Videobeweis) vom Platz (45.+2).  

Auch in der zweiten Halbzeit erwischen die Kraichgauer den besseren Start, mussten allerdings nach wenigen Minuten den nächsten Gegentreffer hinnehmen. Nach einer Flanke von der rechten Seite beförderte Pavel Kaderabek die Kugel unglücklich ins eigene Tor (52.). Nach knapp einer Stunde zwang Kunde seinen Schlussmann Robin Zentner mit einem verunglückten Kopfball zu einer Glanzparade (59.). Nach einem Konter sorgte Kunde für die Vorentscheidung. Der 24-Jährige behielt vor Oliver Baumann die Nerven und traf eiskalt zum 3:0 (62.).

Hoffenheim war in der Folgezeit zwar um den schnellen Anschlusstreffer bemüht, gegen kompakte Mainzer fehlten der Schreuder-Elf jedoch die zündenden Ideen. In der Schlussphase warfen die Kraichgauer noch einmal alles nach vorne, mehr als ein Treffer durch den eingewechselten Andrej Kramaric sprang allerdings nicht mehr heraus (83.). Kurz vor dem Anpfiff erhöhte Jean-Paul Boëtius auf 1:4 (90.) In der Nachspielzeit traf Kunde zum 1:5-Endstand (90.+3). Während Mainz sich mit dem Auswärtssieg in der Tabelle auf Rang 13 verbessert hat, verweilt die TSG auf Rang acht.