​Bei ​Borussia Mönchengladbach kristallisierte sich in dieser Saison ein neues Offeniv-Trio heraus, das sich nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz sehr gut versteht. Gemeint sind Alassane Pléa, Marcus Thuram und Breel Embolo, die gemeinsam eine Art Lebensversicherung der Fohlen sind und bisher maßgeblichen Anteil am Erfolg haben. Breel Embolo kehrte in dieser Woche nach seinem leichten Muskelfaserriss vom Spiel gegen ​Eintracht Frankfurt am neunten Spieltag wieder in das Mannschaftstraining zurück. Gegen Union Berlin ​könnten also wieder alle drei gemeinsam auflaufen.  


Sage und schreibe 27 Torbeteiligungen verbuchen die drei Offensivspieler in allen 17 Pflichtspielen gemeinsam und ließen bisher so manchen Gegner vor Erfurcht erstarren. Gerade Franzose Marcus Thuram schlug am Niederrhein voll ein und erzielte wettbewerbsübergreifend bereits acht Tore und konnte fünf Tore vorbereiten. Eine herausragende Quote des 22-Jährigen, der mit seinem typischen Eckfahnen-Jubel und seinem fröhlichen Naturell die Herzen der Fans erobern konnte. Die Statistik von Pléa kann sich ebenfalls sehen lassen, in neun Bundesligaspielen stehen vier Treffer und vier Assists zur Buche. 


Mit Embolo ging es Coach Rose zu Anfang der Saison noch gemächlich an, der in der Vergangenheit so oft verletzte Schweizer sollte behutsam aufgebaut werden. Auch er konnte mit drei Treffern und einem Assist aber bereits seinen Wert unter Beweis stellen. In seiner Abwesenheit konnte ihn der frischgebackene Vater Patrick Herrmann jedoch gut vertreten. Auch "Flaco" konnte schon zeigen, wieso die Borussia an ihm festgehalten hat und steht dem benannten Trio mit fünf Toren und einem Assist in allen Wettbewerben in nichts nach. Wenn der Trainer also rotiert, um Spielern eine Pause zu geben, oder Verletzungen jemanden zu einer Auszeit zwingen, ist kein Qualitätsverlust zu befürchten. 


Gladbach: Was das Trio so stark macht


Bereits die Bild schrieb in dieser Woche, dass der "Bullen-Sturm" der Borussia wieder komplett sei, auch in Verbindung mit der neuen Büffelherde werden die drei immer wieder genannt. In der letzten Saison hatten noch die Ex-Frankfurter Luca Jovic, Ante Rebic und Sébastien Haller diese Bezeichnung inne, nachdem sie der Eintracht in der Europa League und in der Bundesliga viel Freude bereitet hatten und gemeinsam an einer Vielzahl der Tore beteiligt gewesen waren. Mittlerweile kickt Luca Jovic bei ​Real Madrid, Sebastien Haller läuft in der Premier League für West Ham United auf und Ante Rebic zog es für zwei Jahre leihweise in die Serie A zum ​AC Milan


Durch die Transfers von Thuram und Embolo hat Gladbach neue Qualität und auch hohe Flexibilität dazugewonnen. Für den Gegner ist die Fohlenelf somit deutlich schwerer auszurechnen, als es noch in der letzten Saison unter Ex-Trainer Dieter Hecking der Fall war. Mit Rose wurde ein neues Spielsystem impliziert, durch die neue offensive Durchschlagskraft konnte diese Spielweise mit Leben gefüllt werden. Mit dieser Dynamik und Wucht ist die Borussia jetzt auch im Strafraum deutlich präsenter und gefährlicher und kann mittlerweile auch per Standardsituationen und Ecken durch Kopfbälle Tore erzielen. In der letzten Saison verpufften diese noch regelmäßig, da die einzigen Abnehmer wenn überhaupt die Verteidiger waren, auf die sich der Gegner dann aber einstellen konnte. 


Hinzu kommt, dass die Fohlenelf das Fußball spielen nicht verlernt habt und mit Thuram und Embolo auch zwei Spieler dazu kamen, die mit dem Ball am Fuß ebenfalls überzeugen können. Zusammen mit Pléa schaffen sie es in einem Eins gegen Eins oft ihre Gegenspieler stehen zu lassen. Zudem reißen sie permanent Lücken für ihre Mitspieler, spielen im Dienste der Mannschaft und sind sich auch nicht zu schade auch in der Defensive auszuhelfen. Auf dem Platz funktioniert das Trio als Einheit, ​auch im Training und in der Freizeit versteht sich die French-Connection (sprechen alle französisch) hervorragend. Alles gute Voraussetzungen, um weiterhin erfolgreich zu bleiben.