​Am Samstag trifft ​Borussia Mönchengladbach um 15:30 Uhr in der Hauptstadt auf ​Union Berlin. Nach der Länderspielpause kann Marco Rose wieder fast aus dem vollen Schöpfen und hat viele Alternativen für die Partie beim Aufsteiger. Auf den Übungsleiter warten keine einfachen Entscheidungen. Bereits in dieser Woche konnte Max Eberl mit Florian Neuhaus und László Bénes zwei wichtige Personalien an die Borussia binden, mit dem Rückenwind der Verlängerung könnten die beiden Mittelfeldspieler möglicherweise beginnen. Einige Spieler sollten einen Platz in der ersten Elf sicher haben, wiederum andere kämpfen mit der Konkurrenten um die übrigen Plätze. Wir blicken auf die mögliche Aufstellung bei den Eisernen. 


Mit dem physisch starken Aufsteiger wartet kein einfaches Spiel auf die Fohlenelf. Bereits gegen Borussia Dortmund oder das bisherige Überraschungsteam aus Freiburg konnten die Berliner Siege feiern, auch das Duell gegen die Hertha entschieden sie für sich und liegen damit in der Tabelle sogar vor dem Lokalrivalen. Auch Rose stellt sich auf ein umkämpftes Spiel ein und warnt bei der Pressekonferenz vor allem vor den körperlichen Voraussetzungen, die der Gegner mitbringt: 


"Union ist sehr gut drauf, vor allen Dingen zuhause. Eine Mannschaft die sehr intensiv Fußball spielt, extrem viel läuft, unglaubliche Bereitschaft an den Tag legt. Wobei dann immer wieder auch Flanken, hohe Bälle und Standardsituationen ein großes Thema sind. Wir haben vor ein paar Wochen hier über AS Rom geredet, die groß sind, bei Union gibt es einen Spieler, der 1,80 groß ist und dann geht's weiter bei 1,87 aufwärts, also wissen wir was da auf uns zukommt."


Gladbach: Verletztenliste wird kleiner - Chance für Spieler mit größerer Physis


Bei den Fohlen gibt es mittlerweile nicht mehr so viele Verletzte wie noch in den letzten Wochen. Tony Jantschke muss mit einem Muskelfaserriss erst einmal passen. Auch Tobias Sippel (Innenbandriss im Knie) und Torben Müsel (Knie-Operation) fallen noch länger aus. Zudem kam Andreas Poulsen aus der Länderspielpause mit einem Bänderiss im Sprunggelenk zurück an den Niederrhein und wird damit für einen längeren Zeitraum ausfallen. 


Auf der anderen Seite konnten Breel Embolo, Ibrahima Traoré, Fabian Johnson und Julio Villalba wieder auf den Trainingsplatz zurückkehren. Außerdem konnten Christoph Kramer und László Bénes nach den leichten Verletzungen aus dem letzten Spiel gegen ​Werder Bremen in dieser Woche wieder das gesamte Mannschaftstraining absolvieren. 


​Rose freut sich über die vielen Alternativen, die sich ihm nun bieten, weiß aber auch um die schwierigen Entscheidungen, die ihm bevorstehen. Gerade mit Breel Embolo kehrte ein wichtiger Bestandteil der Planungen des 43-Jährigen zurück, der schon in dieser Saison seinen Wert unter Beweis stellen konnte. Mit seiner Physis und Dynamik könnte er, sofern er komplett fit ist und kein Risiko besteht, bereits wieder gegen die Eisernen in der Startelf stehen. Für seinen Platz müsste dann der zuletzt stark aufgelegte und frischgebackene Vater Patrick Herrmann den Platz räumen. Da Herrmann eher ein wendiger, kleinerer Spieler ist, könnte er mit seinen körperlichen Attributen gegen Union das Nachsehen haben, aber als Joker möglicherweise mit seiner Geschwindigkeit punkten. 


Auf der Torhüter-Position und in der Verteidigung wird sich wohl nicht viel ändern. Lediglich Oscar Wendt wird Ramy Bensebaini ersetzen, der mit einer Gelb-Roten Karte aussetzten muss. Ansonsten werden aller Voraussicht die selben Abwehrspieler wie gegen Bremen auf dem Platz stehen. Im Mittelfeld und im Angriff haben Denis Zakaria, Marcus Thuram und Alassane Pléa wahrscheinlich ihre Plätze sicher. In den Sturm könnte sich dann eben Breel Embolo gesellen. 


Gemeinsam verzeichnen Pléa, Thuram und Embolo in insgesamt 17 Pflichtspielen unglaubliche 27 Torbeteiligung. Im Mittelfeld wird wohl wieder Lászlo Bénes starten, der in dieser Saison schon oft seine Qualitäten aufblitzen lassen konnte. Den letzten Platz im 4-3-3 System im Mittelfeld werden dann wahrscheinlich Lars Stindl, Jonas Hofmann, Florian Neuhaus und Christoph Kramer unter sich ausmachen. Wahrscheinlich haben entweder Hofmann oder Neuhaus die besten Karten. Nachdem Neuhaus zuletzt etwas überspielt gewirkt hatte, könnte die Vertragsverlängerung ihn wieder befreit aufspielen lassen. 


Die mögliche Startelf im Überblick:


Yann Sommer - Oscar Wendt, Nico Elvedi, Matthias Ginter, Stefan Lainer - Denis Zakaria, Florian Neuhaus, László Bénes - Marcus Thuram, Alassane Pléa, Breel Embolo