​Nach einem erfolgreichen Saisonstart hat sich beim ​VfL Wolfsburg in den letzten Wochen Ernüchterung breit gemacht. In der ​Bundesliga setzte es für die Wölfe zuletzt drei Niederlagen infolge. Cheftrainer Oliver Glasner glaubt fest daran, dass seine Mannschaft den Schalter wieder umlegen kann. Mit ​dem Auswärtsspiel bei ​Eintracht Frankfurt am Samstagnachmittag haben die Niedersachsen allerdings eine undankbare Aufgabe vor der Brust.


"Die Phase zwischen den letzten beiden Länderspielpausen mit den vier Niederlagen zuletzt war für uns nicht erfolgreich und nicht zufriedenstellend", erklärte Glasner auf der Spieltagspressekonferenz am Donnerstag. "Da müssen wir nichts schönreden." Der Wolfsburger Übungsleiter ist jedoch zuversichtlich, "dass wir in den letzten vier Spielwochen dieses Jahres erfolgreicher sein werden als zuletzt".


In Frankfurt rechnet der Österreicher mit "einer sehr intensiven Partie. Ich erwarte eine Mannschaft mit ganz viel Wucht nach vorne, die oftmals mit sechs oder sieben Spielern am gegnerischen Strafraum präsent sein wird", betonte Glasner, der daraus Kapital schlagen will. "Es ist allerdings klar, dass eine Mannschaft, die mit so viel Personal angreift, auch Räume freigibt", so der 45-Jährige, der personell fast aus dem Vollen schöpfen kann. Lediglich Ignacio Camacho (Sprunggelenkverletzung) und ​Yunus Malli (Hexenschuss) stehen nicht zur Verfügung.


Casteels feiert Comeback

Nach langer Verletzungspause (Haarriss im Wadenbein) wird Koen Casteels ins Tor zurückkehren. Glasner bestätigte vor versammelter Presserunde, dass die Nummer eins für die Startelf eingeplant ist. 


Für die defensive Dreierkette hat der VfL-Coach vier Alternativen zur Auswahl. Jeffrey Bruma und Marcel Tisserand waren in den letzten Wochen gesetzt und dürften auch gegen die SGE in der Startelf stehen. Als dritten Innenverteidiger könnte Glasner Robin Knoche aufbieten, der anders als John Anthony Brooks keine lange Länderspielreise in den Knochen stecken hat. 


Viele Alternativen für die Offensive

Im zentralen Mittelfeld wird das Duo ​Maximilian Arnold/Josuha Guilavogui erwartet, wobei Letzterer den defensiveren Part übernimmt. Auch die Besetzung der Außenbahnen mit Jerome Roussillon (links) und William (rechts) dürfte unverändert bleiben. Mit Admir Mehmedi könnte ein weiterer Spieler nach längerer Verletzungspause (Muskelfaserriss) sein Startelf-Comeback feiern. Halblinks dürfte Joao Victor den Vorzug erhalten. Der Platz im Angriffszentrum ist für Wout Weghorst reserviert. 


Die voraussichtliche Aufstellung im Überblick:

Casteels - Knoche, Bruma, Tisserand - William, Guilavogui, Arnold, Roussillon – Mehmedi, Joao Victor - Weghorst