​Tottenham Hotspur gab am Dienstag ​die Entlassung von ​Mauricio Pochettino bekannt. Über fünf Jahre lang saß der Argentinier beim Hauptstadtklub auf der Trainerbank und formte in dieser Zeit aus vielen Talenten eine Top-Mannschaft. In dieser Saison ist der "Zauber" des 47-Jährigen allerdings verloren gegangen und die Spurs finden sich derzeit nur auf Rang 14 wieder. Mit seiner hervorragenden Arbeit in London hat Pochettino viele Top-Klubs auf sich aufmerksam gemacht. Hier sind sechs Dinge, die du über den Ex-Profi wissen musst.


Spielerstationen

Im Sommer 1994 verließ Pochettino den argentinischen Klub Newell's Old Boys und wagte den Sprung nach Europa, wo er den Rest seiner Karriere verbrachte. Der Innenverteidiger heuerte zunächst bei Espanyol Barcelona an. Im Sommer 2001 zog es den Argentinier nach Frankreich (Paris Saint-Germain & FC Girondins Bordeaux), ehe im Januar 2004 die Rückkehr zu Espanyol Barcelona erfolgte. Zweieinhalb Jahre später beendete der 22-fache Nationalspieler seine Karriere. Mit Espanyol wurde der WM-Teilnehmer (2002) spanischer Pokalsieger (2000)


Trainerstationen

Erste Erfahrungen als Cheftrainer sammelte Pochettino bei Espanyol Barcelona. Im Januar 2009 kehrte der Argentinier zu seinem abstiegsbedrohten Ex-Verein zurück und etablierte ihn in den Folgejahren im Mittelfeld des spanischen Fußball-Oberhauses. Ende November 2012 folgte die Trennung. Der Übungsleiter war allerdings nicht lange vereinslos und übernahm wenige Wochen später den Trainerposten beim FC Southampton. Zur Saison 2014/15 wechselte Pochettino zu den Spurs.


Erfolge (als Trainer)

Pochettino wartete bislang vergebens auf seinen ersten Titelgewinn als Trainer. Dennoch kann der 47-Jährige auf eine sehr erfolgreiche Zeit in London zurückblicken. Der Argentinier führte die Spurs in den letzten vier Spielzeiten immer in die ​Champions League und wurde mit dem Hauptstadtklub in der Saison 2016/17 Vizemeister. Im vergangenen Sommer stand Tottenham im Champions-League-Finale, in dem man sich dem ​FC Liverpool geschlagen geben musste.


Sohnemann spielt bei den Spurs

Maurizio Pochettino folgte seinem Vater im Januar 2015 zu den Spurs (zuvor ebenfalls FC Southampton). Im Sommer stieg der 18-Jährige in den Kader der U23 auf. In der laufenden Saison steuerte der Rechtsaußen in acht Pflichtspielen (davon einmal in der Startelf) zwei Torvorlagen bei.


Philosophie

Bei den Spurs hat Pochettino gezeigt, dass er auch mit geringem Budget und ohne teure Transfers eine erfolgreiche Mannschaft aufbauen kann. Der Ex-Profi setzt verstärkt auf junge Spieler und hat sich in London auch einen Namen als erfolgreicher "Talente-Entwickler" gemacht. Harry Kane, Christian Eriksen und Dele Alli beispielsweise formte der 47-Jährige zu Top-Stars. Der Argentinier steht für spektakulären Offensivfußball und gilt zudem als Menschenfänger. Bei Tottenham hatte Pochettino ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Mannschaft und genoss ein hohes Ansehen.


Interessierte Vereine

An Interessenten für Pochettino mangelt es offenbar nicht. Spanischen Medienberichten zufolge steht der 47-Jährige bei ​Real Madrid und dem ​FC Barcelona auf dem Zettel. ​Manchester United soll sich ebenfalls mit dem Argentinier beschäftigen. Der ​FC Bayern München wird bereits seit geraumer Zeit mit dem Ex-Profi in Verbindung gebracht. Nach dem Aus bei den Spurs nahmen die Gerüchte um ein Engagement beim deutschen Rekordmeister wieder Fahrt auf.

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