Eines lässt sich wohl für alle Fußballtrainer dieser Welt sagen. In den Trainingseinheiten wünschen sich die Übungsleiter stets hohe Intensität und vollen Einsatz. Bei ​Hertha BSC ging es vor dem wichtigen Duell gegen den ​FC Augsburg deshalb richtig zur Sache, auch wenn immer mal wieder über die Strenge geschlagen wurde.


Nach drei ​Bundesliga-Niederlagen am Stück, droht die Hertha endgültig den Anschluss zu verlieren. Der Trainerstuhl von Ante Čović beginnt allmählich zu wackeln, einen weiteren Punktverlust dürften sich die Berliner in Augsburg nicht erlauben. Dafür wollte der Kroate seine Mannschaft optimal vorbereiten und den größtmöglichen Willen im Training sehen. Zumindest dies gelang definitiv, denn unter der Woche flogen bei den Hauptstädtern die Fetzen.


In den unterschiedlichen Einheiten schreckten die Profis nicht vor harten Zweikämpfen oder intensiven Duellen zurück. Der Härtetest am Wochenende ist für den Klub enorm wichtig, dementsprechend freut sich Čović enorm über den großen Einsatz seiner Schützlinge. "Ich finde dieses Feuer im Training erfreulich. Es zeigt, dass bei uns Leben drin ist", so der Kroate in der Bild.


Großer Konkurrenzkampf heizt die Stimmung an


Dass immer wieder Akteure mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden gingen, fiel nach einer Weile nicht mehr auf. Glücklicherweise verletzte sich kein Spieler schlimmer, dabei sind ohnehin aktuell kaum Spieler verletzt. Einzig Innenverteidiger Karim Rekik plagt sich mit einer Virus-Infektion herum, Reservist Sidney Friede fehlt weiterhin aufgrund einer Fußprellung.


Alle übrigen Leistungsträger sind allesamt fit und kämpfen nun umso härter um ihren Platz in der Startelf. Auch der schmerzlich vermisste Arne Maier steht vor dem Comeback. Der gute Zustand im Kader feuert den Konkurrenzkampf so richtig an, jeder Profi will sich Čović so gut wie möglich empfehlen. Dabei krachte es zwischen den Berlinern immer wieder, beispielsweise als sich Keeper Thomas Kraft und Angreifer Dodi Lukebakio zu einem kleinen Wortgefecht hinreißen ließen.


Die große Bedeutung des Duells in Augsburg ist den Berlinern also bewusst. Dass die Mannschaft den Kampf gegen die aktuelle Krise annimmt, zeugt von dem großen Willen und der Motivation, so schnell wie möglich in die Spur zu finden. Verteidiger Niklas Stark weiß genau, worauf es nun ankommt: "In Augsburg ist es immer schwierig, deswegen müssen wir kämpferisch da sein, gut in das Spiel und fußballerische Lösungen finden.“ Zumindest der kämpferische Aspekt sollte Hoffnung auf ein gutes Ergebnis machen.