​Am Donnerstagmittag verlängerte mit László Bénes der zweite Mittelfeldspieler binnen einer Woche seinen Vertrag bei ​Borussia Mönchengladbach bis 2024, nachdem zwei Tage zuvor schon ​Florian Neuhaus seine Unterschrift unter sein fortlaufendes Arbeitspapier gesetzt hatte. Max Eberl baut zusehend der Kader für eine vielversprechende Zukunft auf und setzt damit auch ein großes Zeichen an die Konkurrenz, das eben auch talentierte, entwicklungsfähige Spieler am Niederrhein gehalten werden können, anstatt zu einem Top-Klub zu wechseln. So formt der Manager mehr und mehr seinen eigenen Top-Klub und treibt den Prozess in dem sich Gladbach befindet weiter voran.


Am Niederrhein baut Eberl seit mittlerweile elf Jahren eine erfolgreiche Zukunft auf. Nach dem Fast-Abstieg der Saison 2010/2011 stand die Fohlenelf in jeder Saison am Ende in der oberen Tabellenhälfte. Über die Jahre mauserte sich Gladbach immer mehr zu einem der besten Teams in der Bundesliga. Gerade in dieser Saison läuft es bisher so gut wie lange nicht mehr. Zudem kamen die zuletzt positiven Meldungen aus der Länderspielpause. ​Nachdem bereits ​Florian Neuhaus seinen Vertrag bis 2024 verlängert hatte, zieht auch ​Bénes nach und verlängert ebenfalls bis zum selben Zeitpunkt. Damit sind beide weiterhin Bestandteil des derzeitigen Projekts. Die noch jungen Spieler stehen mit für die Entwicklung, in der sich die Borussia momentan befindet und haben dabei einen ähnlichen Werdegang eingeschlagen. 


László Bénes ging dabei einen ähnlichen Weg wie sein Teamkollege Florian Neuhaus. Beide konnten sich nach einer Leihe in die zweite Bundesliga im Anschluss bei der Borussia durchbeißen und gehören zu den wohl vielversprechendsten Spielern im Kader der Rose-Truppe. Nach seiner einjährigen Leihe bei Fortuna Düsseldorf konnte Neuhaus Spielpraxis in der zweiten Liga sammeln und stieß in der Sommervorbereitung der letzten Saison mit viel Selbstvertrauen zur Mannschaft dazu. Auch Bénes lieferte bei seinem halbjährigen Leihgeschäft in Kiel und überzeugte Rose bereits in der Saisonvorbereitung von seinen Qualitäten. Mittlerweile gehören die beiden 22-jährigen zum ersten Inventar des gebürtigen Leipzigers. 

Gerade Bénes spielt bisher eine äußerst starke Saison.


Gladbach: Verlängerung für Bénes gutes und richtiges Zeichen


Der Slowake konnte in seiner persönlichen Entwicklung von allen Spielern in der Bundesliga einen der größten Schritte nach vorne machen und steht aufgrund seiner Leistungen zurecht immer wieder auf dem Platz. Dabei bringt der 22-jährige viele Qualitäten mit. Vor allem im Umschaltspiel ist er mit seiner Passgenauigkeit und seiner Übersicht eine Waffe im Mittelfeld. Zudem kann er das Spiel sehr gut lesen, ist schnell und dynamisch und zeigt des öfteren kreative Ideen in Phasen, wo seine Mannschaft im eigenen Ballbesitz ist. Außerdem sorgt er mit seinen Standards immer wieder für Gefahr vor dem gegnerischen Tor. Gerade diese Stärke ist Gladbach nach dem Abgang von Juan Arango abhanden gekommen. 


Bénes konnte sich im Mittelfeld gegen die starke Konkurrenz durchsetzten. Selbst ambitionierte Spieler wie Jonas Hofmann und Kapitän Lars Stindl müssen sich nach deren schwerwiegenden Verletzungen erst einmal hinter dem Slowaken anstellen. Es spricht derzeit nicht viel dafür, dass sich diese Tatsache in naher Zukunft ändern wird. Bei dem Spiel gegen ​Werder Bremen gab es für die Fans eine Schrecksekunde, als der Mittelfeldstratege nach einem groben Foul von Nuri Sahin ausgewechselt werden musste und kaum noch auftreten konnte. Glücklicherweise gab es jedoch im Anschluss des Spiels die Entwarnung, dass es sich nur um eine starke Prellung gehandelt hatte. Mittlerweile befindet er sich wieder im Mannschaftstraining und steht für die Partie gegen ​Union Berlin zur Verfügung.


Goldene Fohlen-Generation?


Durch seine Leistungen spielte sich der 22-jährige in den Fokus, sodass die Vertragsverlängerung nur eine verdiente und ​zu diesem Zeitpunkt sinnvolle Anerkennung seiner momentanen Form wiederspiegelt. Mit Bénes konnte Eberl einen wichtigen Baustein von einem Verbleib überzeugen. In die zukünftigen Planungen von Marco Rose ist der Slowake in jeden Fall involviert. Sollte er weiterhin so stark aufspielen, werden Fans und Verantwortliche an ihm noch viel Freude haben. Würden jetzt noch Verlängerung von ebenfalls starken und umworbenen Spielern wie Denis Zakaria oder Nico Elvedi folgen, könnte Eberl in Gladbach ein Exempel statuieren. Ohne Frage überkommt einen das Gefühl, dass am Niederrhein derzeit etwas Großes heranwächst.