Bisher lief der ​Hamburger SV in einer offensiv ausgerichteten 4-3-3-Formation auf. Nach drei Pflichtspielen ohne Sieg wagte Dieter Hecking am Donnerstag offenbar die Umstellung auf ein 4-4-2.


Mit Lukas Hinterseer, Martin Harnik und Bobby Wood besitzen die Hanseaten drei Stürmer in ihren Reihen, der treffsicherste Schütze der Mannschaft ist jedoch Mittelfeldspieler Sonny Kittel mit sieben Toren. Dahinter folgt Hinterseer mit vier Treffern in der ​2. Bundesliga, doch während Harnik erst zwei Tore bejubeln konnte, blieb Wood in seinen bisherigen 47 Einsatzminuten noch ohne Torerfolg.


Nach dem Ausscheiden im DFB-Pokal gegen den ​VfB Stuttgart (1:2 n.V.) und den Unentschieden gegen Wehen Wiesbaden und Holstein Kiel (beide 1:1) wagt Hecking laut einer Meldung des Hamburger Abendblatts eine Umstellung. Der Aufsteiger aus Wiesbaden erzielte dank des Ex-Hamburgers Törles Knöll in der Nachspielzeit den Ausgleich, in Kiel rettete Abwehrspieler Timo Letschert wenigstens einen Punkt. 

Nur zwei der letzten sieben Pflichtspiele konnte der HSV gewinnen, taktische Umstellungen sind  eine logische Konsequenz. Im Training am Donnerstag durften sich demnach Harnik und Wood in der Doppelspitze beweisen, Hinterseer feierte indes am Dienstag sein Comeback bei der österreichischen Nationalmannschaft und klagt über eine Prellung.


Fragezeichen Mittelfeld


Je nachdem, ob Hecking im Mittelfeld eine flache Kette oder eine Raute wählt, bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten. Auf den Außenbahnen fehlt Bakery Jatta gesperrt, Khaled Narey musste nach dem Fußbruch von Josh Vagnoman in den vergangenen beiden Spielen als Rechtsverteidiger aushelfen. Mit Sonny Kittel, Aaron Hunt, Jairo Samperio und Xavier Amaechi stehen dennoch vier Optionen zur Verfügung. In einer Raute würde Adrian Fein den Vorzug auf der Sechs erhalten, denkbar wäre dann eine Konstellation mit David Kinsombi und Jeremy Dudziak auf der Acht sowie Sonny Kittel hinter der Doppelspitze. 


Wie genau die Mannschaft am Samstag gegen Dynamo Dresden auflaufen wird, ist also offen. Unabhängig davon soll die positive Heimbilanz (5 Siege, 1 Unentschieden) weiter ausgebaut werden. In der Heimtabelle liegt der HSV auf Platz eins, Auswärts auf dem zweiten Rang - doch Spitzenreiter Arminia Bielefeld hat in der Fremde satte neun Zähler mehr geholt.