​​Borussia Dortmund sehnt sich nach Wiedergutmachung. Die 0:4-Pleite gegen den ​FC Bayern München sitzt immer noch tief und hat deutliche Spuren hinterlassen. Für das Duell gegen den ​SC Paderborn ist der BVB zum Siegen verdammt, ein weiterer Punktverlust dürfte die Lage noch weiter verschärfen.


Dazu will es Trainer Lucien Favre allerdings gar nicht kommen lassen. Der Schweizer hatte während der zweiwöchigen Pause genug Zeit, um die aktuellen Probleme der Dortmunder zu analysieren. Baustellen wie das Umschaltverhalten oder die zu inkonstanten Leistungen während der Partien sollen vor dem Spiel gegen Paderborn keine Schwachstelle mehr sein.


Gegen den Aufsteiger kann Favre dabei nahezu auf alle Stammspieler setzen. Im Tor ist Roman Bürki die zweifellos erste Wahl. Der Keeper ist Dortmunds klare Nummer Eins und zeigte sich im Vergleich zu einigen Mannschaftskollegen noch am häufigsten in Normalform.


In der Defensive gibt es vermutlich ebenfalls nur wenige Änderungen. Zwar bietet die Pleite gegen den Rekordmeister genügend Anlässe, doch mit zu vielen Umstellungen dürfte Favre noch mehr Unsicherheit ins Borussia-Spiel bringen. Ohnehin wird der 62-Jährige seine Viererkette vermutlich auf einer Position umstellen müssen.


Schulz fraglich, Reus ist fit


Linksverteidiger Nico Schulz wird aufgrund von Knieproblemen voraussichtlich passen müssen, am Mittwoch konnte Favre seinen Ausfall nicht ausschließen. An seiner Stelle würde Raphaël Guerreiro in die Mannschaft rücken und auf seiner bewährten Seite verteidigen. D​as Pendant auf rechts ist durch Łukasz Piszczek bestens gestellt. Das Zentrum teilen sich Mats Hummels und Manuel Akanji.


Im zentralen Mittelfeld wird Axel Witsel aller Voraussicht nach auflaufen. Die Option mit Thomas Delaney ist dagegen definitiv ausgeschlossen, ​der Däne verletzte am Sprunggelenk und wird in der Hinrunde nicht mehr zum Einsatz kommen. Trotz eines schwachen Auftritts in München könnte Julian Weigl als Partner von Witsel auflaufen und mit seiner Ballsicherheit Tempo ins Spiel bringen.


Offensiv sind mehrere Varianten denkbar. Marco Reus wird seinen Platz in der Mannschaft vermutlich in jedem Fall einnehmen, dies hatte Favre zuletzt angedeutet. Seine Position im Zentrum ist damit vergeben, auf den Außen wird Thorgan Hazard ebenfalls eine Chance erhalten. Denkbar ist ein Einsatz des 26-Jährigen am ehesten auf dem linken Flügel, die rechte Seite bleibt somit weiterhin fraglich.


Sowohl Julian Brandt als auch Achraf Hakimi sind auf der Außenbahn eine mögliche Variante. Nach den starken Auftritten könnte der Marokkaner allerdings eher die erste Wahl sein, Brandt würde somit erneut als Joker eingeplant werden. Dass Jadon Sancho nach seiner Formkrise in der Startelf stehen wird ist durch diesen Umstand ebenfalls unwahrscheinlich.


Im Sturmzentrum soll Paco Alcácer für die nötige Gefahr sorgen und sein Torekonto von fünf Treffern weiter aufstocken. Ansonsten sitzen mit Mario Götze oder Jacob Bruun Larsen weitere hochkarätige Angreifer auf der Bank.


Die mögliche Startelf im Überblick: