Cristiano Ronaldo hat nach Portugals EM-Qualifikation über seinen vermeintlichen Auswechselfrust bei Juventus Turin gesprochen. Der 34-Jährige klärte auf, warum er kein Problem damit hatte, vorzeitig das Feld zu verlassen.


​Eine Auswechslung von Cristiano Ronaldo erlebt man nicht all zu häufig. Für den Portugiesen kommt sie nach dem eigenen Selbstverständnis einer Art Gotteslästerung gleich. Auch deshalb gab es ​viel Wirbel, nachdem der Juve-Star im Topspiel gegen den AC Mailand vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Er habe daraufhin noch vor Spielende das Stadion verlassen, hieß es. Der für ihn eingewechselte Paulo Dybala erzielte dann auch noch den goldenen Siegtreffer.


Nach der erfolgreichen EM-Qualifikation mit Portugal, versuchte Ronaldo nun aber die Vorkommnisse aufzuklären. Die Portugiesen hatten sich gerade zu einem 2:0-Erfolg gegen Luxemburg gequält, Ronaldo seinen 99. internationalen Treffer erzielt. "Seit drei Wochen bin ich angeschlagen. Ihr alle wisst doch, dass ich es nicht mag, ausgewechselt zu werden. Und es gab keine Kontroverse rund um meine Geste nach dem Wechsel", diktierte er der portugiesischen Sportzeitung A Bola.


"Ich habe versucht, ​Juventus zu helfen, indem ich auch mit einer Blessur spielte. Niemand möchte gerne ausgewechselt werden, aber ich habe Verständnis. Ich fühlte mich nicht gut und ich war nicht bei 100 Prozent. So, wie in den letzten beiden Spielern hier auch", führte der 34-Jährige weiter aus.


Ob nach diesen Worte eine weitere Erklärung gegenüber seinen Vereinskollegen folgen muss? Laut italienischen Medienberichten würden seine Juve-Mitspieler genau das fordern. Wahrscheinlich wurde das Thema in den Gazetten aber wohl heißer gekocht als es am Ende ist. Denn Juve ist und bleibt weiter abhängig von einem fitten Ronaldo. Und im Vollbesitz seiner Kräfte dürfte er bald auch wieder 90 Minuten auf dem Feld stehen. Gegen Litauen und Luxemburg reichte es auch für einen "halb-fitten" Ronaldo zu vier Treffern.