Nach dem Krisengipfel am Freitag hält sich Borussia Dortmund über die Inhalte der drei Stunden dauernden Diskussionsrunde bedeckt. Wie Sportdirektor Michael Zorc aber verriet, wurde die Verpflichtung eines neuen Stürmers (noch) nicht besprochen.


​Nach der 0:4-Klatsche beim FC Bayern München kündigte Hans-Joachim Watzke eine erste Krisensitzung an, ​um den "Ist-Zustand genau zu analysieren". Gesagt, getan: Das Führungsquintett um Watzke, Zorc, Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl, Berater Matthias Sammer und Präsident Dr. Reinhard Rauball saß zu einer Bestandsaufnahme zusammen.


Neuer Stürmer? BVB will "Status Quo in der Winterpause bewerten"


​Laut BILD wurde die Personalie Lucien Favre nicht diskutiert, wiederum werde ein zusätzlicher Stürmer - erneut fiel der Name Mario Mandzukic - gesucht. Dass solch eine Verpflichtung beschlossen wurde, dementierte Zorc jedoch gemäß dem ​kicker: "Wir werden in der Winterpause noch einmal den Status Quo bewerten und gegebenenfalls neu bewerten."


Dementsprechend werde man erst im Januar Gespräche darüber führen, wie man den Kader "weiter optimieren" könne. Statt solche Personalentscheidungen zu treffen, habe es sich laut Zorc um "eine turnusmäßige Sitzung, bei der alle aktuellen Themen besprochen wurden. Wie sonst auch." Dass der Peinlich-Auftritt beim FC Bayern "seinen Niederschlag gefunden" habe, wollte der Sportdirektor nicht verneinen.


Trotz des Dementi ist zu erwarten, dass die Verantwortlichen über weitere Transfers diskutieren werden. Jadon Sancho und Marco Reus befinden sich seit längerem in einem Formtief, Paco Alcácer hatte zuletzt erneut mit muskulären Problemen zu kämpfen. Einzig Thorgan Hazard liefert konstante Leistungen, allerdings macht der Belgier eher mit Torvorlagen anstelle von eigenen Treffern auf sich aufmerksam.