​Der Saisonstart verlief für den ​SV Werder Bremen sehr frustrierend. Die hohen Ambitionen wurden durch die bisherigen Leistungen nicht bestätigt. Dabei konnten vor allem einige Leistungsträger noch nicht ihre Form des Vorjahrs finden. Das sind die bisher enttäuschendsten Akteure beim SVW. 


Maximilian Eggestein

Maximilian Eggestein


Im Sommer trauten ihm viele den nächsten Schritt zu. Doch in dieser Saison lief es für Maximilian Eggestein noch überhaupt nicht rund. In zehn Ligaspielen steht für ihn nur eine Vorlage zu Buche, dazu wirkte er in den letzten Spielen immer etwas unsicher. An die Topform des letzten Jahres kam er noch nicht heran, dazu nahm er nicht die erwartete Führungsrolle ein.​


Im etwas angepassten System von Florian Kohfeldt läuft Eggestein auf einer defensiveren Position auf, bislang hat er sich in dieser Rolle nicht wirklich ausgezeichnet.  Deshalb wurde er nicht mehr in die Nationalmannschaft berufen und ist im Mittelfeld der Bremer nicht mehr unantastbar.


Ömer Toprak

Oemer Toprak


Die meisten Transfers​ schlugen in den ersten Wochen in Bremen voll ein. Für die Leihgabe Ömer Toprak kann dies nicht gesagt werden, denn neben schwachen Leistungen ist er vor allem unglaublich verletzungsanfällig. Bisher absolvierte der Türke gerade einmal vier Partien, bis zur Rückrunde werden keine weiteren dazu kommen. 


Aufgrund einer Muskelverletzung wird er in den kommenden Monaten ausfallen, um zurück in die Spur zu finden, hätte er gern auf diese Ausfallzeit verzichtet. Im Gegensatz zu einigen Gewinnern konnte er sich in der aktuellen Saison nur selten empfehlen und ist bisher als Flop zu bezeichnen. Nach der Winterpause sollte er dringend Eigenwerbung betreiben.


Jiri Pavlenka

Jiri Pavlenka


Was ist los mit Jiri Pavlenka? Der Keeper war in den vergangenen Jahren ein sicherer Rückhalt, kämpft in dieser Saison allerdings mit seiner Form. Der Tscheche kommt nicht mehr mit seinen einzigartigen Reflexen in die Schlagzeilen, durch einige Patzer und Unsicherheiten wird er in dieser Spielzeit schon eher verbunden.


Vor allem in den letzten Wochen kam er nicht mehr wirklich zurecht und ​strahlte nicht die Sicherheit der Vorjahre aus. ​Nun könnte Kohfeldt sogar über einen kurzfristigen Torwartwechsel nachdenken, die Leistungen von Pavlenka stehen in jedem Fall sinnbildlich für die Krise.


Johannes Eggestein

Johannes Eggestein


Auch der Bruder von Maximilian Eggestein sucht in dieser Saison nach seiner Form. In der Offensive ist er oft nur noch zweite Garde​, bisher stehen nur sieben Ligapartien und ein Tor zu Buche. Mit 21 Jahren sehnt sich der Angreifer zwar nach Einsätzen, doch die Teamkollegen um Josh Sargent oder Leonardo Bittencourt haben ihm den Rang abgelaufen. 


Ein Positionswechsel für das zentrale Mittelfeld wäre durchaus denkbar gewesen, doch auch dort ist für den U-Nationalspieler kein Platz. Zumindest zeigt sich Eggestein stets engagiert und will sich im Training weiterhin beweisen. Nur mit Top-Leistungen ist er für Kohfeldt aktuell wirklich eine Option.