Im Sturmzentrum des ​FC Barcelona ist Luis Suarez alternativlos. Der 32-jährige Torjäger will sein hohes Leistungsniveau auch in den kommenden Jahren halten, würde sich dafür aber neue Konkurrenz wünschen, wie Marca berichtet.


Seit dem Wechsel von Paco Alcácer zu ​Borussia Dortmund ist Suarez noch unantastbarer als zuvor. Der Uruguayer, der 2014 für stolze 81,7 Millionen Euro vom ​FC Liverpool verpflichtet wurde, fehlt höchstens aufgrund von Verletzungen oder Sperren. Sofern ein Einsatz im Rahmen des Erlaubten ist, vertraut Ernesto Valverde auf seine herausragenden Qualitäten im Abschluss. 


In 260 Pflichtspielen für die Blaugrana erzielte Suarez 185 Tore, die Zahlen sprechen klar für ihn. Doch je weiter er sich dem Herbst seiner Karriere annähert, desto mehr sehnt er sich nach einem neuen Konkurrenten in der Spitze. "Es wird die Zeit kommen, in der es mir mein Alter nicht erlaubt, auf dem hohen Level zu spielen, das man für Barcelona braucht", wird Suarez von der Marca zitiert. "Aber solange ich es kann, wäre es viel besser, wenn sie Konkurrenz bringen würden."


Wer könnte bei Barça auf Suarez folgen?


Es sei gewiss nicht "merkwürdig", wenn die Verantwortlichen längst nach einem weiteren Stürmer Ausschau hielten oder gar im Winter jemanden präsentieren würden. Die englische Metro behauptete vor einer Woche, die Katalanen hätten Pierre-Emerick Aubameyang vom ​FC Arsenal auf dem Schirm, die AS berichtete Ende Oktober über ein angebliches Interesse an Inter Mailands Lautaro Martinez. "Es wäre besser für mich, es wäre besser für den Klub, weil es den Konkurrenzkampf antreiben würde", sagt Suarez, der seinen Wunsch beinahe wie eine Forderung klingen lässt.

Luis Suarez

Wünscht sich neue Konkurrenz im Sturm: Luis Suarez.



Im Sommer verpflichtete der amtierende Meister Antoine Griezmann für 120 Millionen Euro von Atlético Madrid, der Franzose wird allerdings auf der linken Außenbahn eingesetzt und rückt lediglich ins Zentrum, wenn Suarez wie zu Saisonbeginn ausfällt. Ein ernsthafter Konkurrent ist der Franzose somit nicht. Während auf den Flügeln mit den beiden Youngsters Carles Pérez und Ansu Fati sowie Ousmane Dembélé auch genügend langfristige Alternativen zur Verfügung stehen, steht Suarez im Zentrum alleine da.


Da der 111-fache Nationalspieler Uruguays aber auch weiterhin gesetzt sein dürfte, könnte ein Angebot aus Barcelona eher abschreckend für aufstrebende Stürmer wirken. Dessen ist sich Suarez aus eigener Erfahrung bewusst: "Es ist nicht einfach, zu solch einem Klub zu kommen und einen Platz für dich zu gewinnen. Du hast alle drei Tage eine Prüfung, es gibt keine Pausen und ein schlechter Tag wird nicht verziehen." Seit über fünf Jahren meistert er diese Herausforderung mit Bravour, bis 2021 steht er noch unter Vertrag. Früher oder später aber wird die Zeit kommen, in der auch Luis Suarez ersetzt wird.