​Hannover 96 leitet rechtliche Schritte gegen die Bild-Zeitung ein. Grund ist ein Bericht über die vorzeitige Vertragsauflösung von Horst Heldt. Auch 90min ​hatte diesen Artikel aufgegriffen.


Am Freitagmorgen hatte die Bild-Zeitung einen Artikel über Horst Heldt veröffentlicht. Darin behauptete das Boulevardblatt, dass der Ex-Manager die 96er ausgetrickst habe und Hannover-Boss Martin Kind von seinem ehemaligen Angestellten vorgeführt wurde.


Konkret ging es darum, dass sich der Verein und Heldt auf eine vorzeitige Vertragsauflösung geeinigt hatten. Heldt, der im April dieses Jahres von seinen Aufgaben als Sportdirektor freigestellt worden war, soll dafür eine Million Euro kassiert haben. Da der 49-Jährige nun vor einem Engagement beim ​1. FC Köln steht, wäre den Niedersachsen auch noch eine Ablösesumme von geschätzten 500.000 Euro durch die Lappen gegangen.


Hannover 96 stellt klar: Artikel basiert auf falschen Informationen


Hannover 96, das lediglich die Auflösung mit Heldt bestätigte, setzt sich aufgrund der weiteren Falschinformationen gegen den Artikel jedoch zur Wehr und erklärte: "Die inhaltliche Berichterstattung sowie die behaupteten Zahlungen in dem Artikel des Bild-Redakteurs Lars Beike sind schlicht falsch und derart unseriös, dass wir dagegen auch mit allen rechtlichen Mitteln vorgehen werden. Der Artikel ist schlecht recherchiert und basiert offensichtlich auf falschen Informationen, sodass er den presserechtlichen Anforderungen nicht im Geringsten genügt. Wir werden neben zivilrechtlichen Schritten auch Beschwerde beim Deutschen Presserat einlegen."


Zudem stellten die ​96er klar, dass ein zeitnahes Engagement von Heldt auch ihnen entgegen käme: "Die getroffene Abfindungsregelung ist zu Gunsten von Hannover 96 zeitlich gestaffelt. Je früher Herr Heldt eine neue Beschäftigung antritt beziehungsweise ein neues Arbeitsverhältnis beginnt, desto geringer ist die Abfindung."