Die Gerüchte um Erling Haaland und den ​FC Bayern München werden konkreter. Wie nun auch der kicker berichtet, sollen die Bosse der bayerischen Landeshauptstadt gezielt den Stürmer von RedBull Salzburg beobachten. Allerdings steht einem möglichen Transfer wohl die Ablösesumme im Weg.


Haaland ist aktuell eines der heißesten Eisen im europäischen Fußballfeuer. Der Norweger setzt in der österreichischen Bundesliga neue Maßstäbe und wusste auch in seiner Premierensaison der ​Champions League zu überzeugen. Dort führt zweimalige Nationalspieler die Torschützenliste an, schoss in den vier bisherigen Spielen starke sieben Tore.


Haaland - jung und teuer


​Bereits Anfang November berichtete 90min von dem Interesse der Bayern am erst 19-jährigen Stürmer. Schon damals schien ein Transfer zwar durchaus sinnvoll und eine Verstärkung zu sein, doch stellte sich auch damals die Frage, ob der FCB die von RB wohl geforderte Ablösesumme für Haaland zahlen würde.


Während 90min mit Bezug auf den englischen Guardian als Ablöse für Haaland eine Summe in der Größenordnung von Luka Jovic, also etwa 60 Millionen Euro, vermutet, geht der kicker mit 35-40 Millionen Euro von deutlich weniger aus. Dennoch wäre auch diese Summe nicht mal so eben bezahlt, vor allem weil die Stürmerfrage in München so klar wie wohl nirgends geklärt ist und man mit ​Kai Havertz, Philippe Coutinho und ​Leroy Sane noch andere (teure) Baustellen in der Mannschaftsplanung hat.


Stürmerfrage beim FC Bayern kein Thema


​Im Sturm der Bayern ist Robert Lewandowski unantastbar. Sportlich gibt der Pole aktuell keinerlei Anlass, ihn zu ersetzen. Dennoch benötigt der FCB natürlich eine Alternative für diese Position, da man für die Sturmspitze im Kader unterbesetzt ist.


Allerdings wird diese Alternative zumindest zeitnah kein 19-jähriges und teures Toptalent werden. Sowohl finanziell als auch mit Hinsicht auf die Entwicklung des Spielers wäre ein Kauf Haalands für die Bayern zunächst zu hinterfragen. Möchte man bei den Bayern in eine große Sturmhoffnung investieren, nur damit sich diese auf der Bank bequem machen kann, da sie sowieso nicht an Lewandowski vorbeikommt?


Will der Stürmer überhaupt nach München?


Beim FC Bayern muss man also abwägen, ob sich der Transfer lohnen würde. Zudem ist es die Frage, wie lang man Lewandowski noch sein aktuelles Niveau zutraut. Dass der erfahrene Stürmer allerdings zeitnah einknickt, ist dabei aber wohl kein Thema.


Aus Sicht des Spielers ist es sowieso unwahrscheinlich, dass der Norweger alsbald zum FCB gehen könnte. Auch Haaland wird vom unumstrittenen Status Lewandowskis wissen. Da auch andere europäische Topklubs am Norweger dran sind, könnte es daher möglich sein, dass Haaland dorthin wechselt, wo er die größte Einsatzwahrscheinlichkeit hat.