​Vor der Saison hatten Spieler und Vereinsführung von ​Borussia Dortmund für diese Saison nicht weniger als den Meistertitel als Ziel ausgegeben. Nach elf Spieltagen, inklusive 0:4-Klatsche gegen die Bayern, haben die Dortmunder aber mittlerweile erkannt, dass sie insbesondere in der vordersten Sturmreihe noch einmal nachrüsten sollten. Gerüchte um eine Verpflichtung von Mario Mandzukic kochen daher dieser Tage wieder auf.


Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass der Name des ehemaligen Bayern-Angreifers rund um den Signal Iduna Park die Runde macht. Zuletzt hatten sich die BVB-Granden um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc im vergangenen Sommer intensiv mit Mandzukic beschäftigt. Obwohl sich Matthias Sammer, dessen Wort als Berater noch immer viel Gewicht hat, für eine Verpflichtung des 33-Jährigen ausgesprochen hatte, nahmen die Dortmunder schlussendlich aber Abstand von diesen Transferüberlegungen.


BVB-Spitze sieht Versäumnisse ein


​BVB-Coach Lucien Favre hatte sich dem Vernehmen nach vor dem Saisonstart eher kritisch gegenüber der Verpflichtung eines weiteren Stoßstürmers gezeigt und Watzke und Co. vielmehr zu verstehen gegeben, dass er voll und ganz auf Paco Alcacer setzen wolle. Dabei waren sich die Dortmunder zwar darüber im Klaren, dass der spanische Torjäger recht verletzungsanfällig ist, waren sich aber dennoch sicher, etwaige Ausfallzeiten des Iberers durch ihre variabel einsetzbaren Offensivkräfte Reus, Götze, Brandt und Bruun Larsen kompensieren zu können.


Das einkalkulierte Risiko wurde den Borussen aber postwendend zum Verhängnis. Der sensible Körper von Alcacer machte dem prima in die Saison gestarteten Angreifer rasch einen Strich durch die Rechnung und so verpasste ​der spanische Nationalspieler insgesamt bereits fünf Pflichtspiele verletzungsbedingt. Da auch Kapitän Marco Reus mit körperlichen Beschwerden zu kämpfen hat(te), klaffte in der Offensive der Dortmunder zwischenzeitlich ein großes Loch. Nach Informationen der BILD sollen auch die Entscheidungsträger den Verzicht auf einen weiteren echten Stürmer daher im Nachhinein als einen Fehler einstufen.


Mandzukic bei Juve auf dem Abstellgleis


Konkrete Aussagen bezüglich Mandzukic blieben die BVB-Bosse zwar bislang noch schuldig. Die Chancen auf eine Verpflichtung des Routiniers könnten aber so gut sein wie selten zuvor. Bei ​Juventus Turin hat der kroatische Angreifer spätestens seitdem Maurizio Sarri in diesem Sommer das Zepter übernommen hat einen sehr schweren Stand und wurde nicht einmal für den Champions-League-Kader nominiert. Für das Team-Training wurde Mandzukic zuletzt sogar ​komplett freigestellt.


Trotz bis Sommer 2021 laufendem Vertrag, deuten daher bereits in diesem Winter alle Zeichen auf eine vorzeitige Trennung. Wenn man einem Bericht von tuttosport Glauben schenken kann, haben die Juve-Bosse ihrem Angreifer ein Preisschild von rund fünf Millionen Euro umgehängt. 


Namhafte Konkurrenz für den BVB


Sollte sich die Führung der Schwarz-Gelben tatsächlich für einen Vorstoß in Richtung Mandzukic entscheiden, müssten sie sich aber wohl erst noch gegen weitere internationale Schwergewichte durchsetzen. Laut tuttosport sollen unter anderem Manchester United, der FC Sevilla aber auch der FC Bayern München in der Verlosung sein. Mandzukic selbst ​favorisiert angeblich eine Rückkehr zum deutschen Rekordmeister.


Das Spielerprofil von Mario Mandzukic:

Positon​​MS
​Alter​33
​Marktwert​10 Mio. Euro
​Vertragslaufzeit​30.06.2021
​Juve-Spiele​162
​Juve-Tore​44

(Marktwert laut transfermarkt.de)


Doch selbst wenn den Dortmundern der Transfercoup gelingen sollte, würde ein Transfer von Mandzukic gewisse Risiken mit sich bringen. So gilt der 33-Jährige, insbesondere bei nicht regelmäßigen Einsatzzeiten, als nicht immer einfach zu handlen und dürfte sich auf Dauer nicht mit der Rolle eines reinen Backups zufriedengeben. 


Für Mandzukic spricht hingegen seine große Erfahrung und seine Kenntnis der Bundesliga. Alles auf eine Karte setzen wollen die Borussen allem Anschein nach aber nicht und daher werden laut der BILD auch Maxi Gomez vom FC Valencia und Willian Jose von Real Sociedad als mögliche Transferziele gehandelt.