​In der bisherigen Saison könnte es für ​Borussia Mönchengladbach bisher kaum besser laufen. In der Bundesliga befindet sich die Fohlenelf seit mittlerweile sechs Wochen auf dem ersten Tabellenplatz und ist auch in der Europa League nach dem Sieg gegen die AS Roma auf Kurs und hat bei den Chancen um ein Weiterkommen alles in der eigenen Hand. Auf dem Fußballplatz formiert sich die Mannschaft als Einheit. Auch neben dem Platz kommen die Spieler sehr gut miteinander aus und legen damit den Grundstein des bisherigen Erfolgs. 


Momentan bekommen die Spieler und die Verantwortlichen bei der Borussia das Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht gezaubert. Nach elf Spieltagen stehen die Fohlen in der Bundesliga verdient auf dem ersten Tabellenplatz. Obwohl spielerisch noch nicht immer alles gelingen wollte, überzeugten die Fohlen in dieser Saison bisher vor allem durch viel Leidenschaft, großen Kampf und einer starken Mentalität; somit ist es nicht verwunderlich, dass gerade bei den Partien in der Europa League noch in den letzten Minuten wichtige Tore erzielt werden konnten. Bei der hohen Anzahl der Verletzten in den letzten Wochen sind die letzten Spiele in der Bundesliga gegen ​Eintracht Frankfurt​Bayer Leverkusen und ​Werder Bremen vor allem auch als Willensleistung und Kraftakt zu verstehen.


Bei den Gladbachern stehen bisher alle Spieler füreinander ein und treten gemeinschaftlich und geschlossen auf. Mit viel Einsatz schaffen es die Fohlen so auch das Fehlen der Verletzten Spieler zu kompensieren. Ein Grund des bisher herausragenden Saisonverlaufes spiegelt sich sicherlich auch in dem so positiven Klima innerhalb der Mannschaft wieder. Die Neuzugänge um Breel Embolo, Marcus Thuram, Stefan Lainer und Ramy Bensebaini konnten sich am Niederrhein schnell im Team integrieren und beim bereits intakten Kern der Mannschaft Anschluss finden. 


Gladbach: Freundschaften und Zusammenhalt als positiver Faktor


Nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz harmonieren die Spieler der Borussia untereinander; wie die Social-Media-Accounts zeigen, unternehmen einige der Jungs auch in deren Freizeit viel miteinander. So zum Beispiel die französisch sprechende Fraktion um Marcus Thuram, Breel Embolo, Denis Zakaria, Alassane Pléa, Ibrahima Traoré und Mamadou Doucoré.  Dennoch schottet sich die "French Connection" nicht vom Rest der Mannschaft ab und versteht sich auch mit den anderen Teamkollegen sehr gut.


Lars Stindl, Jonas Hofmann und Tobias Sippel haben schon in der Saisonvorbereitung am Tegernsee gezeigt, dass sie sich untereinander blendend verstehen. Gemeinsam bezeichnet die Truppe sich als das "Team Kurpfalz". Die drei Deutschen Profis sind nämlich nur wenige Kilometer voneinander geboren und aufgewachsen und das eben in der "Kurpfalz". Jedoch verstehen sich die drei auch sehr gut mit anderen Teamkollegen wie etwa Patrick Herrmann, Christoph Kramer, Florian Neuhaus, Tobias Strobl, Matthias Ginter, Oscar Wendt oder Tony Jantschke. Schon im letzten Jahr etwa schauten alle zusammen den Super Bowl und präsentierten sich als eingeschweißte Truppe.

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Gladbach ist eine geschlossene Einheit


Torhüter Yann Sommer versteht sich z.B. sehr gut mit seinem Schweizer Landsmann Nico Elvedi und Neuzugang Stefan Lainer. Auch etwa Konkurrenzkämpfe wie der zwischen den Linksverteidigern Oscar Wendt und Ramy Bensebaini stören nicht das Gefüge, sondern belebt es eher. Wendt verriet der Bild: "Ich bin froh, dass Ramy jetzt da ist. Er wird aus mir auch nochmal einen besseren Fußballer machen, weil mich der Zweikampf mit ihm beflügelt." Das zeigt, dass die Stimmung im Kader positiv ist, obwohl es durch die starke Aufstellung der Mannschaft in der Breite auch zu einigen Konkurrenzkämpfen kommt und Marco Rose demnach nicht immer einfache Entscheidungen zu treffen hat.


 Trotz der verschiedenen Gruppen, die auch privat und in der Freizeit gerne etwas zusammen unternehmen, gibt es bei Borussia Mönchengladbach keine Einzelkämpfer. Der 34-jährige Brasilianer Raffael klinkt sich zwar eher aus, das hat aber mehr damit zu tun, dass der vierfache Vater ein eher ruhigerer Zeitgenosse und ein Familienmensch ist. Gerade dafür wird er von seinen Teamkollegen sehr respektiert und geschätzt. Manager Max Eberl zeigt sich bezüglich dieser Tatsache gegenüber der Bild stolz: "Wir haben es immer geschafft im Kader ein gutes Klima hinzukriegen. Das ist ein Faustpfand um erfolgreich zu sein."