Yunus Malli spielt in dieser Saison beim VfL Wolfsburg überhaupt keine Rolle. Und mittlerweile schiebt der Mittelfeldspieler darüber auch Frust. Ein Wechsel im Winter dürfte zwangsläufig zum Thema werden.


Alles geben, der Trainer entscheidet - Floskeln, die nur zu gut die Situation eines Spielers beschreiben. ​Aktuell ist es Yunus Malli, der das Reservistendasein frönt. Beim VfL Wolfsburg spielt der Spielmacher unter dem neuen Cheftrainer Oliver Glasner keine Rolle. "Für mich ist das schwer nachzuvollziehen", sagte Malli nun dem Sportbuzzer. "Und das bei so vielen Spielen und bei der Anzahl an Verletzten, die wir hatten. Ich hätte nicht gedacht, dass ich solch eine untergeordnete Rolle spiele, weil ich in der Vorbereitung ein gutes Gefühl hatte." Trotz einer guten Vorbereitung sieht Malli kein Land in der Autostadt. "Der Trainer hat sich bisher für andere Spielertypen entschieden. Er entscheidet."


Unter Glasner wurden die Karten im Sommer neu gemischt. Yunus Malli steht allerdings nicht in der Gunst des Österreichers. Trotz aktuell sportlicher Krise, lahmender Offensive und zahlreichen Verletzten wird Malli nicht berücksichtigt. "Ich kann einfach nur jeden Tag Gas geben, was ich auch mache – und wenn meine Qualitäten wieder gefragt werden, versuche ich da zu sein", erklärte der 27-Jährige gefrustet. "Es ist klar, dass ich mir das alles ein bisschen erfolgreicher vorgestellt habe. Ich versuche trotzdem, das Beste draus zu machen und die Situation so anzunehmen, wie sie ist. Ich kann es nicht mehr verändern, sondern schaue nach vorn."


Yunus Malli: Wechsel im Winter alternativlos?


Nach vorn schauen, damit könnte bereits die anstehende Transferperiode gemeint sein. Zukunft und Perspektive bieten sich Malli in Wolfsburg nicht, andernorts könnte der Spielmacher seine Karriere wieder in Schwung bringen. "Wie es jetzt weitergeht, kann ich nicht sagen, weil ich es auch nicht weiß", sagte Malli, angesprochen auf einen Wolfsburg-Abschied im Winter. "Klar ist auch, dass es für mich keinen Grund gibt, an mir zu zweifeln, weil ich hier mit die meisten Bundesliga-Spiele habe im Kader. Ich weiß, was ich kann und was ich nicht kann." Klar ist aber auch: Wenn Wolfsburg dem 27-Jährigen nicht die Chance gibt, wird es ein anderer Verein tun müssen.