Unruhige Tage beim ​1. FC Köln. Der Aufsteiger hat am Wochenende nicht nur erneut ein Spiel verloren, sondern Cheftrainer Achim Beierlorzer und ​Geschäftsführer Armin Veh gleich dazu. Frank Aehlig, Sportlicher Leiter beim Effzeh, hat sich nun zur laufenden Trainersuche geäußert.


Nach der 1:2-Niederlage gegen die ​TSG Hoffenheim war das Köln-Kapitel für Trainer Achim Beierlorzer nach nur etwas mehr als vier Monaten schon vorbei. Die Rückkehr in die erste Liga hat man sich beim Rheinklub, der sich als eigentlich etablierter Verein im Fußball-Oberhaus sieht, ganz anders vorgestellt. Nach der achten Niederlage (am 11. Spieltag) hat man die Reißleine beim Coach gezogen. Zudem kündigte Geschäftsführer Armin Veh seinen zum Sommer 2020 auslaufenden Vertrag vorzeitig auf. Es herrscht Unruhe in Köln. 


Aehlig: Man wolle "eine externe Variante" für den Trainerposten suchen


Frank Aehlig ist der Sportliche Leiter des Vereins und hat sich auf der Vereinshomepage zur aktuellen, brisanten Situation geäußert. Momentan leiten André Pawlack und Manfred Schmid die Trainingseinheiten interimsmäßig, ein langfristiges Engagement der beiden wird es jedoch nicht geben: "Wir haben uns entschieden, eine externe Variante zu suchen und zu prüfen, wer verfügbar ist und bereit ist, diese Aufgabe zu übernehmen."


Gespräche habe man bisher noch keine geführt, doch das sollte demnächst anstehen. "Wir haben ein Profil erstellt", erklärt Aehlig. Gleichzeitig verweist er aber auch darauf, dass er dazu keine Einzelheiten kommentieren oder benennen möchte. Zu möglichen Namen, ​wie etwa Pal Dárdai, wolle er sich ebenfalls nicht äußern: "Es werden jetzt viele Namen gespielt. Man muss realistisch damit umgehen. ​Der Markt ist nicht riesengroß und nicht unüberschaubar. Dementsprechend wundert es mich nicht, welche Namen gehandelt werden." Aehlig weiter: "Deshalb bin ich mit allen Namen völlig fine, die da gespielt werden." Mit der Suche nach einem Veh-Nachfolger habe er jedoch nichts zu tun. 


Terodde: "Die Mannschaft steht jetzt in der Pflicht"


Als zeitlicher Rahmen wäre es wünschenswert, "wenn wir der Mannschaft in die Vorbereitung auf das Spiel in ​Leipzig einen neuen Cheftrainer mit auf den Weg geben könnten." Dies wäre die "Wunschvorstellung" - ob dieser Zeitplan realistisch ist bzw. wird, konnte Aehlig nicht sagen. Zur Not habe man eine Interimslösung. Der Fokus müsse nun darauf gerichtet sein, "den Blick nach vorne zu richten". Das gelte besonders für die Mannschaft. 


Auch Effzeh-Stürmer Simon Terodde stimmte diesen Aussagen zu: "Aber es muss ja weitergehen. Man kann sich 24 Stunden ärgern, aber dann muss der Kopf wieder nach oben gehen." Schließlich müsse man in den noch ausstehenden Spielen bis zur Winterpause punkten. "Die Mannschaft steht jetzt in der Pflicht. [...] Wir als Mannschaft müssen uns auch hinterfragen und schleunigst die Kurve kriegen", betonte Terodde. Der Abstiegskampf ist bereits da, doch sollte man es vermeiden, tief in den berühmten Strudel zu geraten. Nach rund einem Drittel der Saison ist schließlich noch viel möglich.