​Eine Verletzung in einer seiner ersten Trainings-Einheiten beim ​HSV ließ ​Timo Letschert erst relativ spät in den Genuss von Einsatzzeiten kommen. Jetzt ist der 26-jährige Holländer fit, beschwerdefrei - und wird von Woche zu Woche wichtiger. 


Timo Letscherts vordergründigste Aufgabe ist es natürlich, die gegnerischen Stürmer am Toreschießen zu hindern. Das gelingt ihm bislang auch recht gut. In den sechs Spielen, in denen der Abwehrrecke bislang zum Einsatz kam, kassierten die Hamburger sieben Tore. Vier davon alleine schon in den Spielen in Regensburg (2:2) und gegen den VfB Stuttgart (6:2).


Seit Sonntag hat er sich nun auch in die Torjägerliste der Rothosen eingetragen. Das hat er nicht zuletzt Heckings Assistenten Dirk Bremser zu "verdanken". "Ich soll versuchen, alles zu geben und vielleicht auch ein Tor machen, hat er gesagt", verriet der Holländer nach den neunzig Minuten von Kiel der Mopo.


Letschert bringt Wucht und Kopfballstärke ein


Sein Trainer ist jedoch nicht nur ob der neuen Torjäger-Qualitäten von seinem Neuzugang überzeugt: "Timo ist wuchtig und bringt viel Kopfballstärke mit“, zollte Hecking seinem Innenverteidiger Anerkennung. Und fügte noch hinzu: "Wir haben nicht viele Spieler, die das vereinen." 


Damit spricht Hecking natürlich die bekannte Schwäche der Hamburger Defensive bei hohen Bällen an. Auch den nimmermüden Einsatz des früheren ​Serie-A-Profis hob Hecking lobend hervor: "Timo will immer spielen. Langsam findet er seine Rolle." 


Als knallharter Zweikämpfer hinten - aber auch als Torschütze vorn. Da gleichzeitig auch der Brasilianer Ewerton immer mehr Fortschritte macht und seinen verletzungsbedingten Trainingsrückstand nunmehr so gut wie aufgeholt hat, kann Hecking schon bald aus dem Vollen schöpfen, was seine Innenverteidigung betrifft. 


In den letzten Partien sah man nämlich einem Rick van Drongelen durchaus an, reif für eine Spielpause zu sein. Auch Gideon Jung hat immer noch ein paar kleinere Patzer im Repertoire. 

Somit könnte Hecking vielleicht schon im nächsten Heimspiel gegen Dynamo Dresden auf eine komplett neue Innenverteidiger-Formation, mit Ewerton und Letschert, setzen. Zwei Wochen haben sie jetzt in Hamburg Zeit, die dafür erforderlichen Automatismen einzustudieren.