​Antoine Griezmann kommt bei seinem neuen Arbeitgeber ​FC Barcelona einfach nicht in die Puschen. Zwar verdient sich der 28-jährige Franzose in jedem Spiel Fleißnoten, doch dafür haben die Verantwortlichen bei Can Barça sicherlich nicht die 120 Millionen (plus 15 Millionen Nachschlag!) an Atlético Madrid überwiesen. 


Sondern für Tore, für Torvorlagen, für spektakuläre Tricks, für Dribblings, für assoziatives Passpiel - kurzum: dafür, dass aus einer per se schon außergewöhnlichen Offensive (mit Messi, Suárez und Dembélé) eine noch wuchtigere Sturmreihe wird. Bislang ist davon jedoch nichts zu sehen.


Mit der ihr eigenen Schonungslosigkeit geht die einschlägige spanische Presse nun mit dem Rekord-Mann zu Gericht: Die Marca zählt dabei jeden einzelnen Pass, jeden Torschuss und die Minuten, die der Spieler am Spiel nicht teilnimmt - und vergleicht diese Daten mit den früheren Werten des Weltmeisters von 2018.


In allen Kategorien schlechter als bei Atlético


Demzufolge kam Griezmann im letzten Heimspiel gegen Celta de Vigo (4:1) auf insgesamt nur 21 (!) Pässe. In 73 Minuten. Zum Vergleich: sein Landsmann Dembélé kam in nur zwanzig Minuten auf dem Feld auf 43 Pässe. 


Erhellender könnte ein Datum zur Kennzeichnung der Teilnahme an einem Spiel nicht sein.

Im Vergleich zum selben Zeitpunkt des vergangenen Jahres, kommt Griezmann bei Barça auf insgesamt 529 Pässe. Vor Jahresfrist, noch unter Simeone, waren es 595. 


In der Torjägerbilanz sieht es noch ernüchternder aus: für die colchoneros traf "Grizzy" im vergangenen Jahr sechs mal (dreimal in der Liga, dreimal in der Königsklasse). Für die blaugrana nur viermal (allesamt in der Liga). 


Dabei hatte es Griezmann gegen die Gallizier durchaus in der Hand, seine Bilanz aufzubessern: doch eine schöne Vorlage von Lionel Messi konnte der Franzose, alleine vor dem gegnerischen Torwart, nicht zu einem Treffer nutzen. Für die kommenden zwei Wochen dürfte es im spanischen Blätterwald naturgegeben etwas ruhiger werden. In ganz Europa stehen Länderspiele an. 


Dicke Brocken warten nach der Länderspiel-Pause


Doch diese Ruhe geht nur dem bald zu erwartenden Sturm voraus. Denn nach der Länderspielpause wartet auf den FC Barcelona ein anspruchsvolles Programm mit Auswärtsfahrten zu Atlético Madrid und Real Sociedad San Sebastian (in der Liga) sowie Inter Mailand (in der Champions League) und natürlich der nicht nur in Spanien mit Spannung erwartete clásico zuhause gegen Real Madrid. Spätestens dann sollte die Ladehemmung des Franzosen der Vergangenheit angehören.