Auch in seiner zweiten Saison bei Crystal Palace läuft es für Max Meyer nicht besser. Nach seinem unrühmlichen Schalke-Abschied im Sommer 2018 ist er von der Bildfläche verschwunden, zudem macht er immer weniger Spiele. Am Samstag gegen den ​FC Chelsea stand er nicht einmal mehr im Kader - ein neuer Tiefpunkt.


Zum Ende der erfolgreichen Vizemeister-Saison 2017/2018 mit ​Schalke 04 wurde es äußerst unruhig um Max Meyer. Er warf dem Verein, und speziell dem damaligen Sportvorstand Christian Heidel, Mobbing vor. Ein beachtlicher Vorwurf, nachdem er zuvor in einigen Spielen auf der Bank saß und nicht mehr zum Einsatz kam. Er könne sich nicht mehr für Königsblau motivieren, hieß es.


Meyer und sein Berater haben sich verzockt - übertriebenes Selbstverständnis?


Es kam, wie es kommen musste. Ein unrühmliches Ende in der Debatte um dem "Weltklasse-Spieler Max Meyer", wie sein Berater Roger Wittmann (Berater-Firma Rogon) ihn anscheinend sah. Ablösefrei wechselte er nach verschiedenen Gerüchten und womöglich sogar Absagen seitens mancher Vereine zu Crystal Palace, einem Mittelfeld- bis Abstiegskandidaten der englischen ​Premier League. Anhand der großen Worte und der Ankündigungen ein enttäuschender Wechsel, der immer negativer zu betrachten ist. Meyer kommt immer seltener zu Einsätzen, am Wochenende gegen Chelsea war er nicht einmal mehr für den Kader nominiert - und das alles mit 24 Jahren, am Anfang des besten Fußball-Alters.


In der bisherigen Saison kommt Meyer auf vier Liga-Einsätze bei zwölf Spielen. Davon stand er zweimal in der Startelf, weitere zweimal bekam er eine bzw. sechzehn Minuten Einsatzzeit. Eine sehr dünne Quote, vor allem an seinem und dessen Berater gehandeltem Selbstverständnis des gebürtigen Oberhauseners. Dabei ist der Wechsel zu Crystal Palace bei weitem nicht nur eine aktuelle Bestandsaufnahme. Er ist soweit von der Bildfläche verschwunden, und hat sich in den letzten 15 Monaten keinen Namen gemacht, sodass es für ihn enorm schwer - wenn nicht gar unmöglich - werden wird, wieder auf die europäische Bühne zu kommen. Ein (unnötiges) Theater mit Folgen.


Auf Schalke lief es zuletzt deutlich besser - Meyer blühte zunächst auf, machte dann Ärger


'Klassisch verzockt', heißt das Urteil vieler S04-Fans, wenn sie an Max Meyer erinnert werden. Unter ​Domenico Tedesco war er in seiner neuen Rolle als Sechser geradezu aufgeblüht, es schien steil bergauf zu gehen - bis man intern (aufgrund fehlender Motivation) weniger auf ihn setzte, und von seiner Seite aus Frust-Interviews ("In letzter Zeit fühlt sich das für mich alles nur noch wie Mobbing an" gegenüber der Bild) gegeben wurden, die zum Ende der Zusammenarbeit führten. Wer weiß, ob und wann man ihn wieder regelmäßig auf dem Platz zu sehen bekommt. Sein aktueller Vertrag läuft noch bis 2021.