Am Sonntagabend konnte sich der ​FC Liverpool im Top-Duell gegen den Rivalen ​Manchester City mit ​3:1 an der Anfield Road durchsetzen. Pep Guardiola war mit der Schiedsrichter-Leistung aufgrund zwei möglicher Handelfmeter gar nicht zufrieden, während Jürgen Klopp von der Meisterschaft noch nicht wirklich etwas wissen will...


Das Top-Spiel der englischen ​Premier League war im Grunde früh entschieden. Trotz starker und aggressiver Anfangsphase seitens Manchester City konnte Liverpool mit zwei sehenswerten Treffern früh (6./13.) mit 2:0 in Führung und in die Halbzeit gehen. Wenige Minuten nach der Halbzeit erhöhte Sadio Mané zum 3:0, während City kurz vor Apfiff nur der 3:1-Anschlusstreffer durch Bernado Silva blieb. 


Klopp und Guardiola mit viel Lob für ihre Teams - Frustration über Schiedsrichter-Entscheidung bei City


"Im Fußball kann man nicht immer gewinnen. Ich bin so stolz darauf, dass meine Mannschaft auf diese Weise in diesem Stadion so gespielt hat", so Pep Guardiola nach der Partie (via Sport1). Sein Team lief Liverpools Abwehr früh und hoch an, sodass die Reds - trotz der frühen Führungstreffer - in der ersten Viertelstunde mächtig unter Druck standen. Aus etwaigen Ballgewinnen konnte das Guardiola-Team jedoch keine eindeutigen Chancen herausspielen. 


Diskussionen gab es zum möglichen Handelfmeter in der ersten Halbzeit. Trent Alexander-Arnold bekam den Ball an den abgespreizten Arm; zwar nicht auf Schulterhöhe, jedoch so, dass das Zuspiel in den Sechzehner blockiert wurde. "Fragen sie die Schiedsrichter, fragen sie nicht mich", so Guardiola nach dem Spiel wütend. "Ich möchte über unsere Leistung sprechen, sie war so gut. Es war eine der besten Leistungen, die wir je gezeigt haben." Auch Ilkay Gündogan sah "ein klares Handspiel". Nachdem sich in der zweiten Halbzeit eine ähnliche Situation ereignete, auch mit möglichem Elfmeter für City, regte sich der Coach umso mehr auf.


Auch Jürgen Klopp hatte viel Lob für sein Team übrig (via Sport1): "Es war so schwer zu spielen, die Intensität des Spiels war so zu erwarten. Es hat sich alles gelohnt, wirklich toll. [...] Die Jungs waren völlig fokussiert und konzentriert. Es war so gut." Positive Worte hatte er aber auch für die Kontrahenten übrig: "Sie waren gut. Oh, sie waren so gut und wir mussten mit allem, was wir hatten, verteidigen, aber wir haben unglaubliche Tore erzielt." 


Liverpool baut Tabellenführung aus - "Der Druck wird kommen"


Von einer mögliche Meisterschaft (nach zwölf Spielen acht Punkte Vorsprung auf den zweiten Platz) wollte Klopp jedoch noch nichts wissen. Schließlich wolle man im Mai in der Tabelle oben stehen, jetzt, im frühen November, biete sich dadurch noch kein Vorteil. "Momentan haben wir noch keinen Druck, aber das wird noch kommen", warnte der 52-Jährige. 


Viel Diskussionsstoff boten vor allem die Situationen um die zwei potenziellen Handspiele. Die Premier League sah sich gezwungen, dazu ein Statement zu veröffentlichen: "Der VAR hat den möglichen Elfmeter aufgrund des Handspiels von Trent Alexander-Arnold überprüft und danach die Entscheidung des Schiedsrichters bestätigt, dass die Kriterien für ein absichtliches bzw. bewusstes Handspiel nicht gegeben waren." Wie auch in Deutschland sorgen die unterschiedlichen Wahrnehmungen für Frustration, so auch bei TV-Experte Jose Mourinho nach dem Spiel: "Das ist das Problem, die Inkonsistenz. Nächste Woche wird eine ähnliche Situation ein Elfmeter sein."

Somit war es erneut Jürgen Klopp und sein Team, die Guardiola in die Schranken verwiesen haben. Obwohl noch einige Spiele zu spielen sind, konnte man sich bereits jetzt einen guten Abstand erspielen.

Besonders sehenswert war das Tor von Fabinho zur 1:0-Führung, nachdem Gündogan den Ball nicht richtig klären konnte.