Der FC Bayern hat nach dem Triumphzug über Borussia Dortmund wieder Oberwasser. Was das für die personifizierte Abteilung Attacke, Uli Hoeneß, bedeutet? Zurückschlagen natürlich! So geschehen am Sonntag im Sport1 "Doppelpass".


Heile Welt beim FC Bayern, da lässt ein rechter Haken von Uli Hoeneß natürlich nicht lange auf sich warten. In der heutigen Sendung des "Doppelpass" sprach die Expertenrunde über den Deutschen Rekordmeister und die Rolle von Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Uli Hoeneß schmeckten die Aussagen in der Runde nicht - und so rief er prompt im Studio an.


"Uli, was liegt dir auf dem Herzen?", begrüßte Moderator Thomas Helmer den scheidenden Präsidenten des FC Bayern. Und der legte gleich mal los: "Ich habe folgendes auf dem Herzen: Dass große Teile der Runde sich total despektierlich über Hasan Salihamidzic hier äußern", feuerte Hoeneß. "Ich muss ehrlich sagen: Hasan hat einen guten Job in diesem Jahr gemacht. Ich darf daran erinnern, dass die Transfers von Pavard, Hernández und nicht zuletzt Davies allein auf seinem Mist gewachsen sind, und wir sind glücklich, dass wir mit diesen drei Spielern schon sensationelle Transfers gemacht haben."


Hoeneß: Kovac von "ungeheurer Last befreit"


In seinen letzten Wochen als Präsident des FC Bayern lässt es Hoeneß nochmal ordentlich krachen. Neben Hasan Salihamidzic war auch Niko Kovac erklärter Schützling des Bayern-Machers. Letztgenannter musste allerdings gehen, Hoeneß bemerkte daraufhin, dass Teile der Mannschaft nicht mehr überzeugt vom Trainer waren ("Es hat Strömungen in der Mannschaft gegeben, die den Trainer weghaben wollte"). Angesprochen darauf merkte Hoeneß in der "Doppelpass"-Leitung an: "Wenn ich das so gesagt habe, habe ich es auch so gemeint." Und weiter: "Niko ist mein Freund. Ich habe das Gefühl, dass er von einer ungeheuren Last befreit ist."


Als designierte Nachfolger werden an der Säbener Straße einige Namen gehandelt. Bis zum Saisonende wird es allerdings sehr wahrscheinlich auf eine Interimslösung hinauslaufen. Und sehr wahrscheinlich heißt diese Hansi Flick, der den Rekordmeister zum 4:0 gegen den BVB führte. Laut Informationen von Sport1 würde Flick die Interimsstelle bis Saisonende gerne übernehmen und auch Hoeneß würde diese Entscheidung begrüßen: "Ich habe ja schon gestern nach dem Spiel gesagt, dass der Vorstand sich jetzt zunächst mal mit Hansi Flick beschäftigen sollte. Und ich habe gehört, das wollen sie in den nächsten Tagen tun. Und man hat jetzt durch dieses Spiel von gestern wunderbar Zeit gewonnen, diese Entscheidung in aller Ruhe zu diskutieren", sagte er am Telefon.


In diesen Entscheidungsprozess wird Hoeneß aber nur - zumindest auf dem Papier - marginal einbezogen. Auf Helmers Nachfrage, welches Trainerprofil beim Deutschen Rekordmeister gesucht wird, antwortete Hoeneß: "Das müssen wir jetzt nicht mit euch besprechen. Das wird besprochen zwischen Karl-Heinz, Hasan, sehr wahrscheinlich auch Oliver Kahn, Herbert Hainer und spätestens bis es in den Aufsichtsrat kommt, werde ich auch dabei sein." Und dann verabschiedete sich die Abteilung Attacke wieder - mit den Worten: "Ich wünsche euch noch einen schönen Vormittag. Tschüss!"