​Beim Premier-League-Spiel gegen Crystal Palace katapultierte sich Granit Xhaka mit einer provokanten Geste beim ​FC Arsenal ins Aus und stand zuletzt nicht einmal mehr im Kader. Es folgte die Degradierung seines Amtes als Kapitän. Mittlerweile ist es fraglich, ob der Schweizer überhaupt noch einmal für Arsenal auflaufen wird. Ein Abgang im Winter scheint wahrscheinlich, einige Vereine sollen an einer Verpflichtung von Xhaka interessiert sein. Sogar eine Rückkehr zu seinem Ex-Verein ​Borussia Mönchengladbach steht im Raum. Ein Transfer würde allerdings aus Sicht der Borussia keinen Sinn ergeben. 


Beim Heimspiel der Gunners gegen den Lokalrivalen aus Crystal Palace kam es zum Eklat, als sich Xhaka bei seiner Auswechslung zu einer ​provokanten Geste hinreißen und ließ mit einer obszönen Bemerkung in Richtung der Fans seinem Frust freien Lauf ließ. Der Schweizer wurde in der Vergangenheit von den Fans der Gunners immer wieder für die schwachen Leistungen verantwortlich gemacht und musste sich auch bei seiner Auswechslung, nachdem Arsenal ein 2:0 verspielt hatte (Die Partie endete 2:2), Schmähungen der Fans aussetzen. Die Situation hatte einige Folgen für den Nationalspieler der Schweiz. Bereits im nächsten Pokalspiel wurde er aus dem Kader geschmissen, auch im Anschluss wurde Xhaka trotz schwachen Resultaten der Londoner nicht mehr berücksichtigt. ​Zudem wurde er als Kapitän degradiert, der Ex-Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang übernahm das Amt bei den Gunners. 


Xhaka steht beim FC Arsenal vor dem Aus, auch der spanische Trainer Unai Emery äußerte sich auf der Pressekonferenz wenig optimistisch über die Zukunft des 27-Jährigen: "Ich weiß nicht, ob er wieder spielen wird. Ich weiß nicht, ob er in seinem Kopf bereit ist uns weiterhin zu helfen und das Arsenal-Trikot zu tragen." Granit Xhaka sah sich in den Medien massiven Beleidigungen und Bedrohungen gegenüber Ihm und seiner Familie ausgesetzt und ​erklärte im Anschluss seine Reaktion via Twitter. In den Medien kochten einige Gerüchte über die Zukunft des Schweizers auf, auch eine Rückkehr in die Bundesliga sei vorstellbar. Unter anderem wird Ex-Verein Borussia Mönchengladbach als möglicher Kandidat gehandelt. ​Manager Max Eberl äußerte sich bereits zu den Gerüchten um Xhaka und zu seiner derzeitigen Situation.


Xhaka-Rückkehr nach Gladbach nicht sinnvoll


Obwohl Gladbach-Manager Max Eberl sich bereits klar positionierte und eine Verpflichtung des Schweizers kategorisch als äußerst unwahrscheinlich bezeichnete, reißen die Gerüchte um einen Wechsel zu den Fohlen nicht ab. Da Xhaka bei den Gunners wohl keine Zukunft mehr zu haben scheint, wirkt es so, dass beide Seiten eine möglichst schnelle Lösung mit einem Transfer im Winters anstreben. Im Sommer 2016 überwiesen die Gunners für die Dienste des zentralen Mittelfeldspielers noch 45 Millionen Euro an den Niederrhein. Damit ist der Schweizer noch immer Rekordverkauf der Gladbacher, könnte aber bei einem Verkauf des heiß umworbenen Landsmanns Denis Zakaria übertrumpft werden. 


Bei einem Verkauf wird der FC Arsenal sicherlich nicht viel weniger Geld für den Schweizer verlangen, dessen Marktwert von der Plattform transfermarkt.de auf satte 40 Millionen Euro geschätzt wird. Eine Summe, die Borussia Mönchengladbach ohnehin nicht ohne weiteres aufbringen kann. Zwar könnte durch einen Verkauf von Denis Zakaria Geld in die Kasse der Gladbacher gespült werden, ein Verkauf von Zakaria im Winter ist aber vom Verein ausgeschlossen. Zudem sagte Max Eberl zuletzt auf der Pressekonferenz, dass sich Gladbach auch eine ​weitere Zusammenarbeit mit Zakaria vorstellen kann und bereits in Kontakt mit dessen Berater steht. ​Zakaria passt zudem mit seiner Spielweise perfekt in das System von Trainer Marco Rose. 


Xhaka hingegen würde als anderer Spielertyp nicht unbedingt in das Anforderungsprofil des Trainers passen und wäre auch bei einem Abgang von Zakaria nicht unbedingt als Spieler mit ähnlichen Attributen anzusehen. Demnach würde eine Rückholaktion des Schweizers nur wenig Sinn ergeben. Auch wenn Xhaka bei der Borussia eine der besten Zeiten seiner Karriere hatte, dort noch immer hoch angesehen ist und sein Abschied nach London von allen Seiten fair verlaufen ist, würde ein Transfer auf der einen Seite den finanziellen Rahmen sprengen und auf der anderen Seite auch sportlich Fragen aufwerfen. Max Eberl äußerte sich bezüglich des Gerüchts ohnehin schon abgeneigt.