Der Dortmunder Signal Iduna Park und die Münchner Allianz Arena sind die beiden größten deutschen Fußballstadien mit einem kombinierten Fassungsvermögen von 156.386 Zuschauern. Aufgrund des Verkaufs der Namensrechte erhalten beide Klubs jährlich einige Millionen Euro - laut Sportbuzzer seien allerdings noch größere Summen möglich als bisher.


Das Online-Portal bezieht sich dabei auf die US-Amerikanische Beratungsgesellschaft Duff & Phelps, die ​im Rahmen einer Studie den Wert der Namensrechte der Fußballstadien aus Europas Top-Ligen geschätzt hat. Den Angaben zufolge erhält der ​FC Bayern 6 Millionen Euro pro Jahr, ​Borussia Dortmund 5,8 Millionen Euro. Das Potenzial sei allerdings um einiges größer.


So heißt es, der Rekordmeister könne bis zu 20 Millionen Euro per annum für die Namensrechte der rund 75.000 Zuschauer fassenden Allianz Arena schöpfen, der BVB wiederum bis zu 11,8 Millionen Euro für den Signal Iduna Park (Kapazität: 81.365 Zuschauer). Das errechnete Potenzial werde entsprechend nur zu einem geringen Teil ausgeschöpft. 


Bundesliga verkauft am Meisten Stadionrechte


Allerdings liege die Bundesliga im internationalen Vergleich deutlich vorn: Einzig die Namensrechte für das Berliner Olympiastadion (Hertha BSC), dem Borussia-Park (Borussia Mönchengladbach) sowie dem Stadion an der Alten Försterei (Union Berlin) wurden nicht vermarktet. In der englischen ​Premier League sollen nur 30 Prozent aller Klubs die Rechte für den Namen des jeweiligen Stadions abgetreten haben, in der spanischen ​Primera Division liege der Wert sogar nur bei fünf Prozent. Dabei sollen ​Real Madrid und der ​FC Barcelona der Studie zufolge Einnahmen von bis zu 37 Millionen Euro pro Jahr schöpfen können.