Am Samstagabend treffen mit Bayern München und Borussia Dortmund die beiden besten deutschen Fußballmannschaften der vergangenen Jahre aufeinander. ​Nach den jüngsten Ergebnissen wirkt der BVB für das Auswärtsspiel in München gerüstet, dabei gab es in der Allianz Arena in den vergangenen Jahren deftige Niederlagen. Mithilfe einiger Fakten von Opta wirft 90min einen Blick auf das Duell am Samstag.


Zum vierten Mal in Folge entschieden sich die Spieltagsplaner dazu, die Spitzenspiele zwischen Bayern und Dortmund auf den 11. respektive 28. Spieltag zu legen. Doch nachdem das Hinspiel in den vergangenen drei Jahren stets im Dortmunder Signal-Iduna-Park stattfand, treffen die beiden Kontrahenten am Samstag in der Allianz Arena aufeinander.


Dort erlebte der BVB in den letzten Jahren häufig ein rotes Wunder. Der FC Bayern gewann jedes der fünf ​Bundesliga-Heimspiele seit November 2014, mit 22:3 spricht das Torverhältnis eine eindeutige Sprache. Setzte sich der Rekordmeister zunächst noch knapp mit 2:1 durch, so lauteten die darauffolgenden Ergebnisse 5:1, 4:1, 6:0 und 5:0.


Auch deshalb forderte Sportdirektor Michael Zorc auf der Pressekonferenz am Donnerstag (zitiert via ​kicker): "Wir müssen Männerfußball spielen! Wir müssen Kerle sein am Samstag auf dem Platz! [...] Die Jungs in München raufen sich zusammen für dieses Spiel, unabhängig davon, wer Trainer ist. Und wir müssen dagegengehalten. Das haben wir in den letzten Jahren nicht getan."


Man dürfe "nicht glauben, dass wir irgendetwas geschenkt bekommen" - denn sonst hagelt es wieder viele Gegentore. Davon kassierte der BVB in der Bundesliga-Historie bereits 195 gegen den FC Bayern, der ihnen gleichzeitig 46 Niederlagen hinzufügte. Auf der anderen Seite gelangen in genau 100 Spielen 25 Siege - mehr Niederlagen hat der Rekordmeister nur gegen Werder Bremen kassiert (26).


BVB im Aufwärtstrend


Beide Vereine erlebten einen schwierigen Saisonbeginn. Allen voran der Branchenprimus aus München offenbarte ungewohnte Schwächen, die Trennung von Niko Kovac war unter dem Strich die logische Konsequenz. In Dortmund dagegen genießt Lucien Favre weiterhin das vollste Vertrauen. 

Lucien Favre

Kann sogar wieder lächeln: BVB-Trainer Lucien Favre.


Wohl auch deshalb gelangen in den vergangenen sechs Pflichtspielen vier Siege, drei davon sogar in Serie. Und während die Bayern allein in der Bundesliga bereits 16 Gegentore kassierten und Manuel Neuer letztmals am fünften Spieltag die null halten konnte, mussten Roman Bürki und Stellvertreter Marwin Hitz auf Seiten des BVB in den vergangenen drei Ligaspielen kein einziges Mal hinter sich greifen. 


Schlüsselspieler: Hazard vs. Lewandowski


Vorne wiederum wird Thorgan Hazard ein immer größerer Faktor. Der Belgier ist mit sechs Assists der beste Vorlagengeber der Liga und war an fünf der letzten sieben Dortmunder Treffer im deutschen Oberhaus beteiligt. Sollten Marco Reus und Jadon Sancho ausfallen, wäre Hazard Favres gefährlichste Waffe. 


Beim FC Bayern wiederum ist Robert Lewandowski mit 21 Toren in 17 Pflichtspielen der alles überragende Mann. Der Pole erzielte in allen bisherigen Bundesligaspielen mindestens ein Tor, gegen den Ex-Klub aus Dortmund war er wettbewerbsübergreifend 16 Mal in 18 Partien zur Stelle. Allein in den letzten vier Liga-Duellen war Lewandowski für acht der 14 erzielten Tore verantwortlich - die Abwehr um Rückkehrer Mats Hummels, der im April noch die Führung für den FCB erzielte, ist entsprechend gewarnt.