​Als baldiges Vorstandsmitglied des ​FC Bayern München ist Oliver Kahn bereits jetzt in die Geschäfte des Rekordmeisters verwickelt. Deshalb äußert sich der Titan über die Trainersuche der Bayern, die nicht nur zu großen Namen führen wird. An den zukünftigen Trainer hat der ehemalige Torhüter ganz besondere Anforderungen.


Die Entlassung von Trainer Niko Kovač schlug beim kriselnden Rekordmeister aus München naturgemäß hohe Wellen. Die Suche nach einem Nachfolger stellt sich aktuelle allerdings als enorm schwer heraus, denn die vielen Kandidaten sind mitunter nur schwer zu überzeugen. Oliver Kahn wird ab Januar die Geschicke der Bayern mit leiten, bereits jetzt beteiligt er sich allerdings aktiv an der Suche nach einem neuen Übungsleiter.


Dabei hat er die Ziele des Vereins im Blick, eine vorschnelle Entscheidung wäre für den Klub nicht gut. Momentan sei die Situation beim FCB angespannt, dies bestätigt er in seiner Kahnalyse bei Samsung deutlich: "Die Zeiten sind vorbei, wo es bei Bayern München gereicht hat, irgendwie Spiele zu gewinnen und irgendwie Meister zu werden. Fußball hat sich natürlich auch dahingehend weiterentwickelt, dass es schon auch Spektakel ist. Die Zuschauer, die heute ins Stadion kommen, wollen ja auch ein attraktives Fußballspiel sehen."


Kahns Erwartungen sind hoch


Aufgrund der besonderen Philosophie der Münchner, ist die Suche nach einem neuen Cheftrainer so schwierig. Zum einen soll er zum offensiven und attraktiven Spielstil​ der Bayern passen, zum anderen hat Kahn auch ein langfristig hohes Anforderungsprofil an die Kandidaten. Die entscheidende Frage für ihn ist: "Was ist der Fußball, für den Bayern stehen möchte? Und was ist ein Trainer, der dazu optimal passt?" Darüber will sich der ehemalige Profi viele Gedanken machen, dazu müsse man "wegkommen von großen Namen".


Doch genau ​diese waren in letzter Zeit im Gespräch. Egal ob Erik ten Hag, Ralf Rangnick, Thomas Tuchel oder Arsène Wenger, ein neuer Trainer soll für etwas ganz Besonderes stehen. "Weil es doch darum gehen muss, einen Trainer zu bekommen, der möglicherweise wieder eine Ära prägen kann. Und ich glaube, das ist etwas, was man jetzt nicht so einfach aus der Hüfte schießen kann. Das ist etwas, was man sich jetzt gut überlegen muss", so der 50-Jährige fordernd.


Vor allem in der heutigen Zeit sei der FC Bayern demnach noch mehr auf einen perfekten Kandidaten angewiesen. Zuletzt sei dies nicht mehr der Fall gewesen: "Spieler erwarten vom Trainer, dass er klare Vorstellungen hat, es eine klare Spielidee gibt und ein System gibt, nach dem Fußball gespielt werden muss." Wer in Zukunft also das Traineramt bei den Münchnern bekleiden wird, bleibt noch offen, doch mit Kahns Hilfe dürfte die Suche weiterhin in guten Händen liegen.