​​Borussia Dortmund ist am Samstagabend beim ​FC Bayern München zu Gast. Die Schwarz-Gelben reisen mit einem Punkt Vorsprung auf den deutschen Rekordmeister in die bayerische Landeshauptstadt. Cheftrainer Lucien Favre bangt vor dem ​"deutschen Klassiker" um Kapitän Marco Reus und Jadon Sancho.


"​Bei Jadon Sancho und Marco Reus müssen wir abwarten", erklärte der 62-Jährige am Donnerstag vor versammelter Presserunde. "Neben den beiden haben wir noch zwei, drei andere Spieler, die noch nicht richtig fit sind, das entscheidet sich frühestens erst morgen." Hinter Ersatztorhüter Marwin Hitz, der sich mit Rückenproblemen herumplagt, steht ebenfalls ein Fragezeichen. Ansonsten kann Favre personell aus dem Vollen schöpfen. 


"Der Ausgang dieser Partie hat eine besondere Wirkung, auch auf den weiteren Verlauf der Saison", betonte Sportdirektor Michael Zorc. "Es ist eine sehr spezielle Begegnung", ergänzte Favre, der um die Schwere der Aufgabe weiß. "Auswärts war es in den letzten fünf Jahren in München häufig sehr schwer. Aber wir haben keine Angst", so der Schweizer, der gegen den deutschen Rekordmeister wieder auf sein bewährtes 4-2-3-1-System vertrauen dürfte.


BVB mit Guerreiro statt Schulz?

Zwischen den Pfosten steht Roman Bürki. Der 28-Jährige feierte am Dienstagabend in der Champions League beim ​3:2-Heimerfolg gegen Inter Mailand sein Comeback. 


Keine Veränderungen wird es voraussichtlich im Abwehrzentrum geben, sprich Mats Hummels und Manuel Akanji bilden die Innenverteidigung. Auf der linken Abwehrseite wechselten sich zuletzt Nico Schulz und Raphael Guerreiro ab. Denkbar ist, dass der Europameister dieses Mal den Vorzug erhält. Die Besetzung der Rechtsverteidiger-Position hängt von ​Sancho ab. Fällt der englische Nationalspieler aus, dürfte ​Achraf Hakimi als Rechtsaußen und Lukasz Piszczek als Außenverteidiger auflaufen. Steht Sancho in der Startelf, übernimmt Hakimi die defensivere Rolle. 

Was wird aus Brandt?


Vor der Viererkette ist ​Axel Witsel gesetzt. Fraglich ist, wen Favre neben dem belgischen Nationalspieler aufbieten wird. Julian Weigl lieferte gegen Inter eine überzeugende Vorstellung ab, weshalb er erneut in der Startelf stehen könnte. Thomas Delaney müsste in diesem Fall mit einem Platz auf der Bank vorliebnehmen. 


Ist Reus einsatzfähig, dürfte er seinen angestammten Platz im offensiven Mittelfeld übernehmen und den zuletzt überzeugenden Julian Brandt auf die Bank verdrängen. Auf der linken offensiven Außenbahn soll Thorgan Hazard für Furore sorgen. Übernimmt Paco Alcacer erneut die Rolle des Jokers, beginnt Mario Götze im Angriffszentrum.


Die voraussichtliche Aufstellung des BVB im Überblick: