​Endlich, kann man sagen! Die Borussia kann auch in der Europa League gewinnen - und das in letzter Minute. Kurz vor Abpfiff sorgte Marcus Thuram für die Erlösung und den 2:1-Siegtreffer der Fohlen gegen AS Rom. In der Europa League ist die Tür für die K.o.-Phase nun wieder weit offen.


Tore: 1:0 Fazio (35. Minute, Eigentor), 1:1 Fazio (64. Minute), Thuram (90. + 5 Minute)


GladbachSommer - Jantschke, Ginter, Elvedi - Lainer, Zakaria, Wendt - Neuhaus, Benes - Stindl, Thuram
AS RomPau Lopez - Santon, Fazio, Smalling, Kolarov - Mancini, Veretout - Zaniolo, Pastore, Kluivert - Dzeko


Die ​Borussia ging mit zwei mageren Pünktchen in das Rückspiel gegen die Roma. Das Gute: Die K.o.-Phase ist für den ​Bundesliga-Tabellenführer weiter in Reichweite, die Gruppe J noch sehr eng zusammen. 


VfL-Coach Marco Rose musste ohne den zuletzt starken Patrick Herrmann auskommen. Flaco stand nicht im Kader, er weilte bei seiner hochschwangeren Frau. Im Hinspiel war Kapitän Lars Stindl schon verspätet nach Rom gereist, weil auch er Vater geworden war. Scheint, als würden Duelle gegen die Roma am Niederrhein "fruchten".


A propos Stindl: Der stand in der Startelf - vielleicht hatte sich Rose da von dessen Vorliebe gegen italienische Teams zu treffen, leiten lassen. Wie im Hinspiel, als er den geschenkten Elfmeter in der Nachspielzeit sicher verwandelte.


Die Startelf veränderte Rose im Vergleich zum 2:1-Sieg in Leverkusen auf drei Positionen. Für Kramer, Hofmann und bald-Papa Herrmann rückten Zakaria, Benes und Stindl ins Team.


Eigentor sorgt für Gladbachs Pausenführung


Die Borussia zeigte vom Start weg, dass endlich der erste Europa-League-Sieg gelingen sollte. Die größte Chance nach einer guten Anfangsphase hatte Zakaria auf dem Fuß. In der 16. Minute touchierte sein Distanzschuss noch die Oberkante der Latte. 


Auf der anderen Seite war die Roma aber immer wieder durch Konter gefährlich. Besonders Zaniolo sorgte mit seinen Dribblings für Gefahr. Zu allem Überfluss fasste sich Jantschke auch noch an den hinteren Oberschenkel und musste nach 28 Minuten vom Feld. Für ihn kam Hofmann in die Partie. Zakaria rückte dafür in die Dreierkette.


Sieben Minuten später sorgte ein Eigentor von Fazio für Jubel auf Gladbacher Seite. Der seit Wochen starke Thuram spielte Smalling auf der linken Seite schwindelig - seine scharfe Hereingabe fand einen Abnehmer im Fuß von Roma-Verteidiger Fazio und prallte von dort aus zum 1:0 in die Maschen!


Mit der Führung ging es dann auch in die Pause. In der Tabelle bedeutet das, dass alle Teams in Gruppe J zu diesem Zeitpunkt mit fünf Zählern gleichauf lagen.


Nach dem Seitenwechsel ging es gleich munter weiter. Lars Stindl hatte in der 49. das 2:0 auf dem Fuß. Thuram hatte mal wieder aufgezogen, sein abgefälschter Schuss landete beim Fohlen-Kapitän, der den Ball aber knapp neben den Pfosten legte.


In der 64. Minute folgte die Ernüchterung - und Fazio machte sich zum "Doppeltorschützen". Nach einem Freistoß war Fazio mit dem Fuß zur Stelle, Sommer im VfL-Kasten war ohne Abwehrchance.


In einem offenen und temporeichen Spiel wurden die Italiener immer besser. Gladbach dagegen blieb im Offensivspiel häufig zu ungenau. Trotz des größer werdenden Drucks der Roma brachte Marco Rose in der 74. Minute mit Plea einen weiteren Stürmer. Für den Franzosen das Comeback, nachdem er die letzten beiden Bundesliga-Spiele verpasst hatte.


Es blieb in der Schlussphase beim Hin und Her zwischen zwei Starken Teams. In der fünften Minute der Nachspielzeit bebte der Borussia-Park aber nochmal. "Natürlich Thuram" war es, der die Weichen auf Sieg stellte. Eine weite Flanke köpfte Plea quer auf seinen Landsmann, der herrlich platziert zum 2:1 einnickte!


Durch den 3:0-Sieg von Istanbul im Parallelspiel gegen Wolfsberg stehen die Türken nun auf Rang eins in der Gruppe (7 Punkte), gefolgt von der Borussia und der Roma mit fünf Zählern. Den direkten Verlgeich hat Gladbach aber für sich entschieden. Beste Chance auf die K.o.-Runde!