​In Spiel eins nach Niko Kovac gewann der FC Bayern sein Champions-League-Spiel gegen Olympiakos mit 2:0. Dadurch haben die Münchener vorzeitig das Ticket fürs Achtelfinale gelöst.


Tore: 1:0 Lewandowski (69.), 2:0 Perisic (89.)


Vor dem Anpfiff hatte Interimstrainer Hansi Flick für Überraschungen gesorgt: Die zuletzt formschwachen Thiago und Philippe Coutinho mussten auf der Bank Platz nehmen - Javi Martinez bildete mit David Alaba die Innenverteidigung. Joshua Kimmich agierte somit erneut im Mittelfeld.

Die Gäste aus Griechenland waren von Beginn an darauf bedacht, defensiv sicher zu stehen und sich somit zu einem 0:0 zu mauern. Und diese Taktik (so einfach sie auch war) zeigte lange Zeit Erfolg: Der ​FC Bayern hatte in Hälfte eins zwar deutlich mehr Ballbesitz, wusste damit jedoch nicht viel einzufangen. Großchancen waren vor dem Pausentee nahezu Fehlanzeige - stattdessen sahen die Fans die gleiche müde Leistung wie auch in den Wochen zuvor unter Kovac. Einziger Aufreger war kurz vor der Pause eine Kimmich-Ecke, die Benjamin Pavard an den Pfosten geköpft hatte.

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Natürlich wäre es auch ein wenig blauäugig gewesen zu erwarten, dass die Probleme beim Rekordmeister allein durch Handauflegen des neuen Trainers behoben werden. Doch zumindest hatte man gehofft, dass mehr Dynamik oder Esprit ins Spiel einkehren würde - davon war in der ersten Hälfte jedoch nicht viel zu sehen.

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Leistungssteigerung in Hälfte zwei​​


Nach der Halbzeit wurde es jedoch minütlich besser. Kurz nach Wiederanpfiff hatte Leon Goretzka die große Chance zum 1:0, traf jedoch ebenfalls nur den Pfosten. Dennoch merkte man den Münchenern an, dass sie nun deutlich schwungvoller agierten und beweisen wollten, dass sie es besser können - jedoch muss man auch erwähnen, dass Piräus schlichtweg harmlos war und nicht als Prüfstein gesehen werden sollte.

In der 69. Minute war es dann soweit: Nach einer Flanke von Kingsley Coman vollendete Lewandowski ins kurze Eck zum 1:0 und brach somit den Bann. Nur eine Minute später hatte Coman schon die Möglichkeit zum 2:0, verpasste eine Gnabry-Hereingabe jedoch denkbar knapp.


Mit der Führung im Rücken kehrte beim Rekordmeister allmählich auch das eigene Selbstverständnis zurück, so dass man darauf drängte, mit dem zweiten Tor den Deckel drauf zu machen. Auf die Entscheidung mussten die Anhänger jedoch bis zu 89. Minute warten: Der kurz zuvor eingewechselte Ivan Perisic schnappte sich im Strafraum einen Abpraller und hämmerte den Ball humorlos unter die Latte.

Piräus kein Gradmesser für den FC Bayern


Aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte ein verdienter Erfolg, der dem FC Bayern vor dem Ligakracher gegen den ​BVB gut tun dürfte. Man darf aber nicht vergessen, dass Piräus auf einem sehr schwachen Niveau agierte und offensiv quasi gar nichts zu bieten hatte. Die Dortmunder werden eine andere Hausnummer darstellen.