​Andriy Yarmolenko lief insgesamt nur noch Jahr für den BVB auf - und dennoch droht der schwarz-gelben Borussia wegen dem Flügelspieler Ärger. Eine ukrainische Fußballschule hat laut kicker-Angaben ein FIFA-Verfahren gegen die Dortmunder eingeleitet.


Als Nachfolger von Ousmane Dembélé wurde Yarmolenko im Sommer 2017 für 25 Millionen Euro von Dynamo Kiew losgeeist - die Erwartungen konnte der Linksfuß beim BVB nicht erfüllen, weshalb er nur ein Jahr später für 20 Millionen Euro an West Ham United verkauft wurde. Kapitel abgeschlossen - von wegen.


Wie der kicker berichtet, hatte der BVB beim Transfer im Sommer 2017 mit Kiew vereinbart, dass der ukrainische Klub sich um die sogenannten Solidaritätszahlungen kümmere - insgesamt sechs Vereine erhoben einen Anspruch, da sie an der Ausbildung von Yarmolenko beteiligt waren. 


Ukraine-Klub wartet auf 300.000 Euro


Fünf dieser Vereine wurden auch bezahlt, ein Klub ging laut eigenen Angaben jedoch leer aus. Die 'Specialised Childhood-Youth School of Football Olympic Reserve Yunist' hätte rund 300.000 Euro aus dem Geldpool erhalten sollen - hat offenbar aber keinen Cent gesehen. Daher wagten die Ukrainer den Schritt zur FIFA, um ein Verfahren gegen den BVB einzuleiten, der als aufnehmender Klub Yarmolenkos für die Zahlungen verantwortlich war.


BVB sieht Kiew in der Pflicht


Die FIFA hat den Borussen eine Frist bis zum 16. November gesetzt - bis dahin soll der Fall erledigt sein. Dortmunds Chefjustiziar Dr. Robin Steden sieht den Ball allerdings bei Dynamo Kiew liegen, wie er im kicker verrät: "Die Erwartung an unseren Vertragspartner ist, dass er diese Angelegenheit so löst, wie er es uns versprochen hat. Kiew muss eine plausible Erklärung liefern, warum das bisher nicht geklappt hat."