​Nach einer spektakulären Aufholjagd hat ​Borussia Dortmund am Dienstagabend in der ​Champions League einen wichtigen Heimsieg gefeiert. Gegen Inter Mailand zeigte die Favre-Elf eine tolle Moral und drehte einen 0:2-Pausenrückstand ​in einen 3:2-Erfolg. Am Samstagabend wollen die Schwarz-Gelben im Topspiel gegen den ​FC Bayern München an den starken Auftritt in der zweiten Halbzeit anknüpfen. Mats Hummels warnte jedoch davor, seinen Ex-Verein zu unterschätzen.


Am Sonntagabend gaben die Bayern ​die Trennung von Niko Kovac bekannt. ​Co-Trainer Hans-Dieter Flick übernahm interimsweise das Kommando. Der Trainerwechsel beim deutschen Rekordmeister "macht es in der Analyse schon etwas schwieriger", betonte Hummels nach dem Champions-League-Gruppenspiel bei DAZN. Der FC Bayern scheint derzeit verwundbar zu sein, sollte jedoch nicht unterschätzt werden. "Es geht darum, dass wir wie heute dagegenhalten", stellte der Weltmeister klar und erinnerte dabei an das letzte Aufeinandertreffen der beiden Erzrivalen in der ​Bundesliga


"Wenn ich das aus meiner letztjährigen Bayern-Sicht sagen darf: Das letzte Jahr hat der BVB nicht dagegenhalten beim 5:0", sagte der Innenverteidiger (via Sportbuzzer), der per Kopf das 1:0 erzielte. Die Bayern hätten in dieser Partie von Anfang an das Gefühl gehabt, dass sie als Sieger vom Platz gehen werden. Dieses Gefühl dürfe man dem deutschen Rekordmeister am Samstagabend nicht geben. "Dafür sind sie eine zu gute Mannschaft. Dann wird es da verdammt schwer", sagte Hummels. 


Witsel gibt sich kämpferisch


"Wir fahren nach München, um das Spiel zu gewinnen. Und weil wir ein wenig Wiedergutmachung betreiben wollen für das grauenvolle 0:5 im Rückspiel der vergangenen Saison", erklärte Axel Witsel gegenüber der Sport Bild. Bei der deutlichen Niederlage in München habe man schlichtweg "ohne Eier" gespielt. Dies soll am Samstagabend keinesfalls erneut passieren. "Dieses Mal werden wir uns wehren", betonte der zentrale Mittelfeldspieler.


Von einer Schwächephase beim FC Bayern wollte Witsel nicht sprechen. "Nur weil Bayern nicht gewinnt, schwächeln sie nicht. Tottenham haben sie auswärts 7:2 geschlagen", sagte der Belgier. Der deutsche Rekordmeister habe eine Mannschaft mit viel Erfahrung und Siegermentalität, weshalb Witsel ein sehr schweres Spiel erwartet. Für den 30-Jährigen ist es jedoch ohnehin wichtiger, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen, "denn unsere Leistungen können wir beeinflussen", so der Routinier. 


"Müssen bereit sein zu leiden"

Witsel ist davon überzeugt, dass der BVB alles mitbringt, um Titel zu gewinnen. "Wir brauchen diese Leidenschaft wie bei den Siegen zuletzt gegen Gladbach (2:1) und Wolfsburg (3:0)", sagte der Rechtsfuß. Gegen Gladbach habe man zwar kein gutes Spiel gemacht, aber trotzdem einen Rückstand gedreht und am Ende gewonnen. "Wir müssen für den Erfolg bereit sein zu leiden", betonte Witsel. "Talent alleine reicht nicht." Auch gegen Inter Mailand haben die Schwarz-Gelben gezeigt, dass sie diese Bereitschaft mitbringen.


Die Kritik an ​Cheftrainer Lucien Favre, wonach dieser zu emotionslos und uninspiriert arbeite, kann der Mittelfeldstratege nicht nachvollziehen. "Der Trainer hat sich nicht verändert. Er geht jedes Spiel mit großer Motivation und der hundertprozentigen Überzeugung des Gewinnens an", so Witsel. "Der Trainer weiß, dass alle Spieler hinter ihm stehen." 


Favre sei der richtige Trainer, um Titel zu gewinnen. Mit einem Sieg am Samstagabend im Topspiel würde der BVB zwar nur einen kleinen, aber wichtigen Schritt im Meisterschaftsrennen machen und damit auch ein Zeichen an die Konkurrenz setzen.