​RB Leipzig konnte am Dienstagabend einen souveränen 2:0-Erfolg bei Zenit St. Petersburg feiern und befindet sich weiterhin auf einem sehr ​guten Weg in Richtung Champions-League-Achtelfinale. Lukas Klostermann und Dayot Upamecano trugen mit einem konzentrierten Auftritt ihren Anteil zum Erfolg bei. Während bei Klostermann die Wahrscheinlichkeit einer Vertragsverlängerung steigt, dürfte Upamecano mittelfristig kaum zu halten sein.


Die Sachsen verfolgen bereits seit Jahren einen klaren Plan und formten mit viel Geschick und auch dem nötigen Kleingeld eine schlagkräftige Truppe, die gespickt ist mit jungen Talenten. Aus dem Gros der begehrten Youngster sticht seit geraumer Zeit ​Innenverteidiger Dayot Upamecano heraus.


Upamecano peilt nächsten Schritt an


Der robuste Abwehrspieler war im Januar 2017 vom Partnerverein RB Salzburg verpflichtet worden. Die Investition für den heute 21-Jährigen zahlte sich prompt aus und so besticht der Innenverteidiger nun schon seit vielen Monaten durch konstante Leistungen und eine für seine Altersklasse nahezu beispiellose Abgezocktheit. Kein Wunder also, dass das Defensivtalent bei so ziemlich jedem internationalen Schwergewicht ganz oben auf dem Wunschzettel steht.


Das Spielerprofil von Dayot Upamecano:

PositionIV​
​Alter​21
​Marktwert​40 Mio. Euro
​Vertragslaufzeit​30.06.2021
​RB-Spiele​85
​RB-Scorerpunkte​3

(Marktwert laut transfermarkt.de)


Im vergangenen Sommer leistete sich die RB-Führung bereits den Luxus, ein 60-Millionen-Angebot des ​FC Arsenal auszuschlagen und spekulierte darauf, dass für den Abwehrkoloss in Zukunft noch lukrativere Offerten ins Haus flattern würden. Das aktuell bis 2021 datierte Arbeitspapier des Franzosen sieht nach dem Ende der laufenden Spielzeit eine Ausstiegsklausel in Höhe von stolzen 80 Millionen Euro vor. 


RB bemühte sich zuletzt vergeblich, Upamecano einen neuen Vertrag schmackhaft zu machen. Dabei scheiterten sie vor allem an dem großen Ehrgeiz ihres Schützlings, der allem Anschein nach so früh wie möglich bei einer internationalen Spitzenadresse anheuern will.


Klostermann-Verlängerung weitaus realistischer


Zum Glück ist Upamecano aber bei weitem nicht der einzige talentierte Spieler im Kader der Sachsen. Auch die Entwicklung von Lukas Klostermann in den vergangenen Jahren ließ kaum Wünsche offen, hat es der 23-Jährige doch bereits auf sechs Einsätze für die deutsche Nationalmannschaft gebracht. 


Auch RB-Manager Markus Krösche weiß um die Stärken des Verteidiger​s. Gegenüber der Sport BILD bestätigte der 39-Jährige nun, dass es bereits zu Gesprächen mit dem Management des Abwehrspielers gekommen sei, betonte im gleichen Atemzug aber auch, dass man sich "nicht unter Druck" setzen lasse. Aktuell deutet aber dennoch vieles auf eine vorzeitige Verlängerung des aktuell bis 2021 gültigen Vertrages hin.


Hängepartie bei Forsberg und Kampl


Deutlich ungewisser erscheint dieser Tage die Zukunft von ​Emil Forsberg und Kevin Kampl. Die beiden Offensivspieler gehen bereits auf die 30 zu und gehören im jungen Kader der Leipziger daher zu den erfahrensten Spielern. Beiden Routiniers wurden in der Vorsaison vom damals noch als Manager tätigen Ralf Rangnick Gespräche hinsichtlich einer Vertragsverlängerung in Aussicht gestellt.


Seitdem das Duo aus Krösche und Sportvorstand Oliver Mitzlaff das Kommando übernommen hat, gab es aber keine weitere Annäherungen. Vor allem bei Kampl, dessen Vertrag im Sommer 2021 ausläuft, wäre eine baldige Kontaktaufnahme ratsam, um aufkeimenden Gerüchten entgegenzuwirken. Auch Emil Forsberg, noch bis 2022 an RB gebunden, würde sich über etwas mehr Gewissheit mit Sicherheit nicht beklagen.