​Noch vor wenigen Monaten blickte der ​1. FC Köln in eine hoffnungsvolle Zukunft. Spätestens nach der Derby-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf wird bei dem Aufsteiger aber nicht nur Chefrainer Achim Beierlorzer kritisch hinterfragt. Auch Angreifer Anthony Modeste konnte die ihn in gesteckten Erwartungen bislang noch nicht im Ansatz erfüllen. Zu allem Überfluss müssen sich die Kölner nach einem neuen Sportvorstand umschauen, haben hierbei mit Rouven Schröder aber angeblich bereits einen Favoriten ausgemacht.


​Achim Beierlorzer sollte den Effzeh eigentlich nicht nur stabilisieren, sondern dem Traditionsverein auch noch eine ansehnliche Spielweise einimpfen. Zuletzt stürzten die Kölner aber bis auf den vorletzten Tabellenplatz ab und blieben auch spielerisch einiges schuldig. Die kommende Partie gegen die TSG 1899 Hoffenheim kann daher für den 51-jährigen Coach mit Fug und Recht als Schicksalsspiel bezeichnet werden, steht mit ​Bruno Labbadia doch bereits angeblich ein potenzieller Nachfolger in den Startlöchern.


Modeste bringt Mannschaft gegen sich auf


Am Wochenende sind bei den Geißböcken daher echte Typen gefragt, die gewillt sind, in dieser brenzligen Situation Gras zu fressen. ​Mittelstürmer Anthony Modeste gehörte wohl noch nie dieser Kategorie an, konnte dieses Defizit durch seine Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse aber mehr als wett machen. ​Aktuell läuft der Angreifer seinen Glanzzeiten aber meilenweit hinterher und konnte in dieser Spielzeit bislang gerade einmal ein einziges Tor erzielen.


Das Spielerprofil von Anthony Modeste:

Position​​MS
​Alter​31
​Marktwert​7 Mio. Euro
​Vertragslaufzeit​30.06.2023
​Spiele für Köln​93
​Tore für Köln​52


(Marktwert laut transfermarkt.de)


Da Modeste im Gegensatz zu seinem Sturmkollegen Simon Terodde zudem als äußerst lauffaul gilt und im Schnitt bei einem Spiel über die volle Distanz nicht einmal ein zweistellige Kilometerzahl zurücklegt, soll er laut Informationen der Sport BILD mittlerweile den Groll seiner Mitspieler auf sich gezogen haben.


Nicht vergessen darf man bei alledem schließlich auch, dass der 31-jährige Franzose ein absoluter Topverdiener der Kölner ist. Nach seiner Rückkehr aus China wirkt Modeste aber wie ausgewechselt und macht seine Mitspieler nicht mehr besser, sondern zieht sie eher runter. Seine Teamkollegen haben ihn daher längst als eine Art Fremdkörper ausgemacht. Zugute halten muss man dem formschwachen Angreifer zumindest, dass er seine Rolle als Edeljoker bislang ohne öffentliches Murren akzeptiert und keine großen Starallüren an den Tag legt.


Schröder Topkandidat für Veh-Nachfolge


Als wäre die sportliche Talfahrt allein nicht schon genug gewesen, sorgte Sportvorstand Armin Veh unlängst für weiteres Chaos. Der FC-Vorstand gab bekannt, dass er den Kölnern ​ab dem kommenden Sommer nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Die Effzeh-Bosse peilen mittlerweile sogar bereits eine Trennung in diesem Winter an, um dem Veh-Nachfolger die Möglichkeit zu geben, bereits bei den wichtigen Transferverhandlungen im Januar teilzunehmen.​


Wie die Sport BILD in Erfahrung gebracht haben will, sollen die FC-Entscheider bereits einen Pool an möglichen Kandidaten ausgearbeitet haben. Ganz oben auf der Wunschliste soll dabei Rouven Schröder stehen. Problem nur, dass der 44-jährige Sportvorstand des 1. FSV Mainz 05 noch an seinen bisherigen Arbeitgeber gebunden ist und daher, wenn überhaupt, nur nach einem kräftezehrenden Tauziehen verfügbar wäre.


Die Zahl an möglichen Ausweichkandidaten soll daher groß sein. Darunter tummeln sich viele illustre Namen, die in der Bundesliga bereits mehr oder weniger Erfolg vorweisen können. Da wäre zum einen etwa Horst Heldt, dessen Engagement bei Hannover 96 kein schönes Ende fand. Weitere Kandidaten sollen unter anderem Jan Schindelmeiser - vormals VfB Stuttgart - , der ehemalige Werder-Manager Thomas Eichin und Ex-FC-Manager Andreas Rettig sein.