​Keine zwei Tage ist die Trainerentlassung beim ​FC Bayern München alt. ​Niko Kovac musste im Anschluss an die 1:5-Klatsche gegen seinen Ex-Klub Frankfurt den Trainerstuhl freimachen. Seitdem brodelt die Gerüchteküche, welcher Trainer die Nachfolge von Kovac antritt. Präsident Uli Hoeneß setzt nun einen zeitlichen Namen und bringt dadurch etwas Ruhe in den Verein. Insbesondere drei Namen werden zur Zeit hoch gehandelt.


Rückblick: Am vergangenen Samstag ging der ​FC Bayern in Frankfurt sang- und klanglos baden. Für die Bosse der Münchner war dieses Spiel der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Während Kovac am Tag danach noch die Trainingseinheit leitete, besprachen sich Hasan Salihamidzic, Karl-Heinz Rummenigge und eben Hoeneß, wie es weitergehen soll.


Hoeneß zufrieden mit Ablauf - vor allem Rummenigge soll Entlassung vorangetrieben haben


​Während Hoeneß hierbei dem Kroaten das Vertrauen aussprach, tendierten Rummenigge und Salihamidzic zu einer Entlassung. Als Kovac im Nachmittagsgespräch schließlich auch seinen Rücktritt anbot, einigte man sich auf das Ende des Arbeitsverhältnisses.


Mit dem Ablauf der Trainerentlassung zeigt man sich an der Säberner Straße sehr zufrieden. Die Trennung mit Kovac basierte laut Hoeneß auf "gegenseitige[n] Einvernehmen", wie transfermarkt.de berichtet. "Es gibt keine schmutzige Wäsche mit Niko", so Hoeneß weiter, der von einem großen Druckabfall bei Kovac sprach. "Ich habe heute noch mit ihm telefoniert. Es ist alles soweit okay."


Wie genau die weitere Organisation nun vonstatten geht, könne Hoeneß noch nicht sagen. Allerdings gebe es schon einen zeitlichen Rahmen: "Ich denke, dass wir zum nächsten Auswärtsspiel in Düsseldorf in drei Wochen wissen, wie es mit der Trainerfrage weitergeht." ​Bis dahin werden der bisherige Co-Trainer Hansi Flick und Trainer-Urgestein Hermann Gerland die Leitung übernehmen.


Allegri wohl keine Option - ten Hag frühestens ab Sommer 2020


Als Dauerlösung auf der Trainerbank werden am dem Wochenende bereits fleißig Namen in den Raum geworfen. Dabei soll Massimiliano Allegri wohl keine Option mehr sein. Laut Bild-Informationen gebe es zum Italiener derzeit keinen Kontakt, auch weil der FCB gerne einen deutschsprachigen Trainer einstellen würde. Allegri allerdings spricht nur Italienisch und brüchig Englisch.


Ganz weit oben soll laut Bild Erik ten Hag stehen. Der aktuelle Trainer von Ajax Amsterdam und ehemaliger Leiter der zweiten Mannschaft der Bayern schloss allerdings bereits gestern ein vorzeitiges Engagement in München aus. "​Ich bleibe diese Saison bei Ajax", so der Niederländer, der also frühestens im nächsten Sommer ein Kandidat wäre. Der 49-Jährige soll jedoch eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag bei Amsterdam haben, die der FCB im kommenden Sommer ziehen könnte. Dennoch müsste München die Zeit bis zum Sommer erst einmal überbrücken.


Wenger und Rangnick schon früher verfügbar


Eine weitere Option, den Trainerstuhl neu zu besetzen, soll Arsene Wenger sein. Der Franzose und langjährige Trainer vom FC Arsenal ist derzeit auf der Suche nach einem neuen Verein. Der bereits 70-Jährige soll einem Engagement bei den Bayern nicht abgeneigt sein und auch die Bayern streckten in der Vergangenheit immer mal wieder die Fühler zum erfahrenen Trainer aus. Gut für München: Wenger spricht fließend Deutsch und soll sogar einverstanden sein, den Verein notfalls nur bis zum Sommer zu übernehmen.


Dritter Kandidat im Rennen ist Ralf Rangnick. Der 61-Jährige ist seit Sommer 2019 'Head of Sport and Development Soccer' bei Red Bull. Rangnick kennt den deutschen Fußball wie kein Zweiter und soll relativ günstig aus seinem bisherigen Vertrag beim Milliardenkonzern herauszukaufen sein. Auch er wäre daher eine Personalia, die wahrscheinlich in drei Wochen bereits zur Verfügung stehen könnte.