Seit Mitte Oktober ist Schalkes Ex-Trainer Domenico Tedesco nun in seinem neuen Job als Coach von Spartak Moskau tätig. Seitdem hat er mit seinem neuen Verein vier Spiele bestritten, doch am Montagabend erfolgte der erste Dämpfer.


Nach der Vizemeisterschaft in Tedescos erster Saison auf ​Schalke dachte man, in Gelsenkirchen könne nun etwas Großes zusammenwachsen. Ein emotionaler Trainer, der das Umfeld verstand und bei den Fans beliebt war, zudem der schnelle Erfolg. Die Ernüchterung folgte in der zweiten Saison schnell: Katastrophen-Start, Abwärtsspirale und im Frühjahr 2019 die Entlassung. Bereits ein halbes Jahr später hat er ​einen neuen Job gefunden, bei Spartak Moskau. 


Tedesco mag Vereine mit "großer Geschichte" - erster Rückschlag nach vier Spielen


Beim Antritt erklärte er, er habe sich absichtlich für einen Verein mit "großer Geschichte" (via WAZ) entschieden: "[Der Verein] bedeutet den Menschen etwas. Das hat für meine Entscheidung eine große Rolle gespielt." Dabei sei ihm der "emotionale Aspekt, die Tradition, die Verbundenheit von Fans und Verein" sehr wichtig, wie zuvor auch schon bei ​Erzgebirge Aue und S04. 


​Die ersten Spiele unter Tedesco liefen für den kriselnden Verein gut. Nach dem ersten Spiel, einem stabilen 0:0-Unentschieden, konnte man gegen den großen Konkurrenten Lok Moskau mit 3:0 gewinnen. Im Achtelfinale des Pokalwettbewerbs schlug man Rostow mit 2:1. Am Montagabend gab es bei der 0:1-Niederlage gegen Arsenal Tula im eigenen Stadion allerdings den ersten, kleinen Dämpfer. 


Spartak liegt nach fünfzehn Spieltagen auf dem derzeit zehnten Platz. Viel zu wenig für den großen Verein, weshalb man vor wenigen Wochen auch den Trainerwechsel durchführte. Tedesco bekam einen Vertrag bis zum Sommer 2022 - genug Zeit, um den Trend umzukehren und wieder erfolgreichere Zeiten anzustoßen.