Es wäre nicht eine klassische Saison für ​Bayer 04 Leverkusen, wenn man trotz sehr guter Vorzeichen und Voraussetzungen hinter seinen großen Möglichkeiten zurückbleibt. Das nervt Geschäftsführer Rudi Völler mittlerweile gewaltig - nach der Niederlage gegen ​Borussia Mönchengladbach zählte er dabei vor allem zwei seiner eigenen Spieler an.


Gegen den Tabellenführer aus Gladbach lief es für die Leverkusener wie schon so häufig in dieser Saison: ​Man erarbeitet sich einige gute Torchancen und nutzt diese schlicht nicht aus. Dass man dieses wichtige Spiel mit 1:2 verliert, nagte am sichtbar genervten Rudi Völler, der ebenfalls findet, dass "wir für den Aufwand, den wir betreiben", dann "zu wenig ernten" (via kicker). 


Gladbach belohne sich für "mittelmäßiges Spiel" - kuriose Kritik an Wendell und Strafe für Bailey


So sah er bei den Gegnern unter Trainer Marco Rose ein "mittelmäßiges Spiel", die jedoch ihre Chancen deutlich besser nutzen. "So einfach ist es", fasste Völler zusammen. Dies sei in der eigenen Mannschaft viel zu selten der Fall, was zu wenig sei, gemessen an der vorhandenen Qualität. 


In die Kritik gerieten vor allem Wendell und Leon Bailey. Das erste Gegentor fiel nach einem unglücklichen Ausrutscher des Verteidigers. Völler sauer: "Es gibt, glaube ich, keinen Bundesligaspieler, der so viel ausrutscht wie Wendell. Auch wenn die anderen nicht ausrutschen. Das ist für mich auch ein Rätsel", wird er vom kicker zitiert - Völler betonte jedoch auch, dass der Brasilianer selbstverständlich nicht der Alleinschuldige sei. 


Unverständnis gab es auch gegenüber Bailey, ​der für sein Nachtreten (in Zeiten des Videobeweises...) die Rote Karte sah. "Das kam noch als i-Tüpfelchen dazu", so Völler weiter. "Das war blöd, völlig unnötig. Dafür wird er bezahlen müssen." Neben der offensichtlich anstehenden Geldstrafe wird er Leverkusen in den nächsten beiden Spielen fehlen.