Nachdem ​Hannover 96 am Freitagabend beim Heimspiel gegen ​den SV Sandhausen nicht über ein mageres 1:1-Remis hinausgekommen war, sahen sich die Verantwortlichen der Niedersachsen dazu genötigt, die Reißleine zu ziehen und ​trennten sich am Sonntag von ihrem Cheftrainer Mirko Slomka. Die Entlassung des einst so erfolgreichen Coaches ist zwar zweifelsohne bitter, zumindest finanziell droht 96 aber angeblich kein großer Aderlass.


Slomka hatte sich für diese Spielzeit mit den Hannoveranern eigentlich ambitionierte Ziele gesetzt und wollte mit seinen Schützlingen im Kampf um die Aufstiegsplätze ein gehöriges Wörtchen mitreden. Unterm Strich standen für den Absteiger nach zwölf Ligaspielen aber gerade einmal 14 Zähler zu Buche und beträgt der Abstand zum Relegationsplatz bereits stattliche neun Punkte.


Hannover gab Slomka eine (letzte) Chance

​Die Hoffnungen mit Slomka wieder in die Erfolgsspur zurückfinden zu können, kamen in diesem Sommer nicht von ungefähr, schließlich ist der 52-Jährige in Hannover ein alter Bekannter und konnte in seiner ersten Amtszeit von 2010 bis 2013 einige Erfolge aufweisen.


Nachdem sich die Wege Ende 2013 zum ersten Mal getrennt hatten, geriet die Karriere von Slomka immer mehr in Schieflage. Weder beim Hamburger SV noch beim Karlsruher SC trug die Arbeitsweise des Trainers Früchte und daher musste er jeweils nach nur wenigen Monaten seinen Hut nehmen. Das Standing des gebürtigen Niedersachsens sank immer weiter und daher konnte seine Verpflichtung in diesem Sommer schon fast als eine Art Freundschaftsdienst bezeichnet werden.


Sloma ließ sich auf Eingeständnisse ein


Nichtsdestotrotz wussten auch die 96-Macher rund um ​Boss Martin Kind um den gesunkenen Marktwert des Rückkehrers und einigten sich dabei in diesem Sommer auf einen dem Vernehmen nach sehr moderaten Vertrag. Dabei soll Slomka - trotz seines immer noch klangvollen Namens - bei Hannover ein verhältnismäßig geringes Gehalt eingestrichen haben.


Auch in der Höhe der nun fälligen Abfindung sollen sich die Vertragsverhandlungen aus Sicht der Hannoveraner nun auszahlen. So berichtet der Sportbuzzer darüber, dass Slomka trotz eigentlich noch bis zum Sommer 2021 gültigem Arbeitspapier angeblich gerade einmal 200.000 Euro Ablösung zustehen. Nur zum Vergleich: Die Trennung von Andre Breitenreiter hatte die Niedersachsen noch stolze 1,5 Millionen Euro gekostet.​