Am Sonntag sorgte in der ​Serie A wieder einmal ein rassistischer Zwischenfall für negative Schlagzeilen. Bei der Partie zwischen Hellas Verona und Brescia Calcio wurde Mario Balotelli rassistisch beleidigt. Der Mittelstürmer wollte das Spiel zunächst abbrechen, setzte die Partie nach einer längeren Unterbrechung dann doch fort.


In den letzten Monaten waren ​rassistische Zwischenfälle leider keine Seltenheit. Das Länderspiel zwischen England und Bulgarien ist nur ein Beispiel für diese besorgniserregende Entwicklung. Die Serie A ist bekannt dafür, dass es immer wieder zu rassistischen Vorfällen kommt. Am Sonntagnachmittag wurde Balotelli Opfer von Anfeindungen der Hellas-Fans. 


Nach knapp einer Stunde weigerte sich der Angreifer zunächst, weiterzuspielen. Ein Teil der Anhänger des Aufsteigers hatte Balotelli zuvor mehrfach rassistisch beleidigt und mit Affenlauten bedacht. In der 54. Spielminute platzte dem Brescia-Profi endgültig der Kragen. Bei einem Angriff nahm der Stürmer den Ball in die Hand und drosch ihn wütend in Richtung der Hellas-Fans. Anschließend wollte der 29-Jährige den Platz verlassen. Einige Mit- und Gegenspieler mussten einiges an Überzeugungsarbeit leisten, um den Italiener zum Weitermachen zu bewegen.


Balotelli erzielt Anschlusstreffer

Nach rund zehnminütiger Unterbrechung wurde das Spiel fortgesetzt. In der Schlussphase erzielte Balotelli seinen zweiten Saisontreffer. Die 1:2-Niederlage konnte der Neuzugang allerdings auch nicht mehr verhindern. Brescia Calcio findet sich nach der siebten Saisonniederlage weiterhin auf einem Abstiegsplatz wieder.