​Die Erschütterung merkte man quasi in ganz Deutschland. In München hängt nach der ​1:5 Niederlage des FCB gegen Eintracht Frankfurt der Haussegen komplett schief. Die Tage von Niko Kovac, der bereits in den Spielen zuvor stark in der Kritik war, scheinen gezählt. Nach Sport1-Informationen soll bereits heute über die Zukunft des Trainers entschieden werden.


Erstmals seit zehn Jahren verlor ​Bayern München wieder ein Spiel mit 1:5. Nach der frühen roten Karte gegen Jerome Boateng, konnte sich der FCB nicht gegen die Wucht der Eintracht wehren. Am Ende stehen die Bayern vor einem Trümmerfeld. Nur Platz vier und bereits 16 Gegentore spiegeln nicht den Anspruch der Bayern wieder.


Während Kovac trainiert, entscheiden Hoeneß und Rummenigge über seine Zukunft


​Am heutigen Sonntag verzichten die Bayern auf ein öffentliches Training und lassen die Einheit hinter verschlossenen Türen stattfinden. Laut Sport1 sei diese Entscheidung vom Trainer getroffen worden, um den Spielern die nötige Ruhe zu geben. So richtig ruhig um die Säbener Straße wird es allerdings nicht. Zeitgleich soll entschieden werden, wie es um den Trainerposten in München aussieht.



Interessant dabei: Nur Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge sollen alleinig die Trainerfrage beantworten. Rummenigge gilt dabei schon lange als Kritiker des Trainers.


Der Stuhl von Trainer Kovac wackelt also bedenklich. Ein Rausschmiss des Kroaten käme nicht überraschend, wäre vom Zeitpunkt her allerdings sehr unglücklich. So steht unter der Woche mal wieder ein Champions League-Spiel vor der Tür. Am kommenden Spieltag hat man zudem Borussia Dortmund vor der Brust. Gegen den BVB geht es vor allem um die Prestige. Eine weitere Niederlage gerade gegen Dortmund dürfen sich die Bayern nicht erlauben.


Entweder die Bayern finden also schnell einen Ersatz- oder Interimstrainer für die kommenden Spiele oder sie hoffen auf die Wende mit Kovac an der Seite.


Gegen Kovac spricht allerdings auch die Stimmung in der Mannschaft. Teilweise sollen die Spieler nicht mehr dem Trainer folgen. Selbst Mittelfeldspieler Thiago, der als Schützling des Kroaten gilt, soll sich gegen Kovac gewendet haben.



In der Vergangenheit zeichneten sich die Bayern trotz einiger schlechten Phasen nicht durch einen hohen Trainerverschleiß aus. Doch durch den eigenen Anspruch werden in München Niederlagen differenzierter bewertet als bei anderen Klubs. Und Niederlagen gab es in dieser Saison bereits einige, in den Augen der Bayern-Bosse sogar zu viele. Leistungstechnisch konnte Kovac in letzter Zeit immer weniger überzeugen.


Sowohl Rausschmiss als auch das Festhalten am Trainer erscheinen möglich


Sowohl Ergebnisse als auch Stimmung tendieren also gegen den Trainer. Doch die aktuelle Phase, in der sich die Bayern befinden, macht einen Trainerwechsel schwierig. Daher scheint es nicht unmöglich, dass der FCB es noch bis zur kommenden Länderspielpause mit Kovac versucht. Vollzöge man dann einen Trainerwechsel, hätte der neue Coach genügend Zeit, sich im Verein zurechtzufinden.