​In rund zwei Monaten öffnet in den europäischen Ligen das Winter-Transferfenster. Viele Klubs halten bereits intensiv nach potenziellen Verstärkungen Ausschau. Bei manchen Vereinen geht es auch darum, Abnehmer für teure Bankdrücker zu finden. Die Sport Bild hat einige dieser Edelreservisten genauer unter die Lupe genommen.


Mesut Özil

Der Ex-Nationalspieler zählt auf der Insel zu den bestverdienenden Profis überhaupt. Knapp 21 Millionen Euro Jahresgehalt kassiert Özil vom ​FC Arsenal. Sportlich gesehen spielt der Weltmeister allerdings schon lange keine große Rolle mehr. In der laufenden Saison absolvierte der Mittelfeldspieler lediglich zwei Pflichtspiele und stand insgesamt 142 Minuten auf dem Platz. Cheftrainer Unai Emery machte dem Ex-Schalker zuletzt zwar ​Hoffnungen auf Einsatzzeit, dass sich an der aktuellen Situation viel ändert, ist jedoch unwahrscheinlich

Mesut Ozil

Die Gunners wollten den Topverdiener bereits im Sommer abgeben, die Suche nach einem Abnehmer blieb jedoch erfolglos. Auch Özil selbst machte keine großen Anstalten, sich einen neuen Verein zu suchen. Dem Vernehmen nach will Arsenal im Winter einen neuen Versuch wagen. Vertraglich ist Özil noch bis 2021 gebunden.


Ivan Rakitic

Seit Sommer 2014 trägt Rakitic mittlerweile das Trikot des ​FC Barcelona. Der 31-Jährige ist in dieser Saison nur noch zweite Wahl und kam bislang fast nur als Einwechselspieler zum Zug. Auf 233 Spielminuten bringt des der Mittelfeldspieler, der zuletzt keinen Hehl daraus gemacht hatte, dass er mit seiner aktuellen Situation alles andere als zufrieden ist. Ein Wechsel im Winter gilt daher als wahrscheinlich. 

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Durch den Verkauf von Rakitic (Vertrag bis 2021) würden die Katalanen angeblich rund 13,4 Millionen Euro Jahresgehalt einsparen. Über ​mangelndes Interesse kann sich der kroatische Nationalspieler wahrlich nicht beschweren. Inter Mailand, ​Juventus Turin und ​Manchester United strecken angeblich ihre Fühler nach dem Ex-Schalker aus. Laut Marca-Informationen hat allerdings Atletico Madrid die besten Chancen. 


Luka Jovic

Der ehemalige Eintracht-Shootingstar wagte im Sommer den Sprung zu ​Real Madrid. 60 Millionen Euro Ablöse wanderten für den Mittelstürmer über die Theke, der in der spanischen Hauptstadt einen Vertrag bis 2025 unterschrieb. Den hohen Erwartungen wurde der 21-Jährige bislang noch in keinster Weise gerecht. Nach neun Einsätzen (292 Minuten) wartet der Angreifer immer noch auf seinen ersten Pflichtspieltreffer. 

UEFA Champions League"Galatasaray AS v Real Madrid"

Cheftrainer Zinedine Zidane ist jedoch weiterhin vom Serben überzeugt. "Es ist wahr, dass er in letzter Zeit nicht viel gespielt hat, aber er ist trotzdem ein Schlüsselspieler von uns und wird in Zukunft auch ein wichtiger Bestandteil des Teams sein", wird der Real-Coach in der Sport Bild zitiert. Fakt ist allerdings auch, dass der Angreifer langsam aber sicher liefern muss, um nicht nur sein Jahresgehalt von rund zehn Millionen Euro zu rechtfertigen. 


Arturo Vidal

Im August 2018 brach Vidal seine Zelte beim ​FC Bayern München ab. Mit dem FC Barcelona hat der zentrale Mittelfeldspieler einen neuen Verein gefunden, der perfekt zu seinen Vorstellungen passte. Die Aussicht auf den Triumph in der Champions League war für den 32-Jährigen ein Hauptkriterium bei seiner Vereinssuche. 18 Millionen Euro Ablöse legten die Katalanen für den "Krieger" auf den Tisch und statteten ihn mit einem Vertrag bis 2021 aus. 

Arturo Vidal

Auch wenn Vidal zuletzt zweimal von Beginn an ran durfte, spielt er in Barcelona meist nur die zweite Geige. Einen Wechsel im Winter lehnt der Ex-Münchner allerdings ab. Rund neun Millionen Euro Nettogehalt pro Jahr dürfte der Chilene wohl auch bei keinem anderen Verein verdienen. Sollte Rakitic den Verein im Winter tatsächlich verlassen, dürfte Vidal mehr Einsatzzeit erhalten.


Eric Dier

Der defensive Mittelfeldspieler wurde bei Sporting Lissabon ausgebildet und kehrte im Sommer 2014 nach England zurück. Fünf Millionen Euro ließ sich Tottenham Hotspur die Verpflichtung des englischen U21-Nationalspielers kosten. Dier legte in den ersten Jahren eine sehr gute Entwicklung hin und schraubte seinen Marktwert auf 40 Millionen Euro in die Höhe. Im September 2016 statteten die Spurs den 25-Jährigen mit einem gut dotierten Vertrag bis 2021 aus. 

Eric Dier

Rund elf Millionen Euro soll der Engländer pro Jahr verdienen. Zu viel für die Verantwortlichen, die den Rechtsfuß im Winter verkaufen wollen. Viele Möglichkeiten, um Eigenwerbung zu betreiben, hatte Dier in dieser Saison bislang noch nicht. Vier Einsätze und 214 Spielminuten lautet die magere Bilanz des 25-Jährigen.